Kulturen der Welt – „Weltenbewegend. Migration macht Geschichten” – Ausstellung im „Weltkulturen Museum“

24 Okt
2019

Bild: Weltkulturen Museum

Frankfurt am Main – Menschen sind auf der ganzen Welt ständig in Bewegung. Mit ihnen wandern auch Lebensstile, Sprachen, Musik, Kunst und Handwerk. Vieles, was für eine Kultur als „authentisch“ gilt, erweist sich auf den zweiten Blick als „Import“.

Ausgehend von den eigenen Sammlungen greift das Weltkulturen Museum assoziativ Fragen auf, die zeigen, wie die verschiedenen Kulturen der Welt schon seit jeher im Austausch stehen: Ob historische Siedlungsbewegungen, Arbeitsmigration oder Globalisierung – Menschen und damit auch ihre unterschiedlichen Kulturen stehen in stetigem Austausch. Ist Migration wirklich nur Ursache von Problemen?

Dr. Eva Ch. Raabe, Leiterin des Weltkulturen Museums erläutert: „Kulturwandel ist ein bedeutendes Thema im Fach Ethnologie. Als ethnologisches Museum möchten wir vermitteln, dass menschliche Gesellschaften niemals statisch sind Migration bedeutet nicht nur Flucht und Konflikt, sondern ist auch immer wieder ein Motor für neue Wege des Zusammenlebens und eine Quelle neuer Ideen.“

Die Ausstellung „Weltenbewegend“ greift das Thema Migration auf, möchte aber das Bild von der meist als problematisch angesehenen Flüchtlingsbewegung durchbrechen und aufzeigen, welche vielseitigen Erzählungen mit Migration als Bewegung verbunden sind. Die präsentierten Beispiele reichen von der austronesischen Migration in den Pazifik über die kulturelle Aneignung zunächst fremder Musikinstrumente in Indonesien, über die Verschmelzung und den Import religiöser Praktiken bis hin zur modernen Reisekultur.

Für die Ausstellung werden Filme über die religiöse Präsenz von Migranten in Frankfurt in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaften der FH Mainz produziert. Ergänzend zeigt das niederländisch-molukkische Künstlerkollektiv Teru in seinem Kooperationsprojekt Mahina, wie verschiedene Frauen der zweiten und dritten Generation ihre kulturelle Identität verhandeln. Aus der umfangreichen Ostindonesien-Sammlung des Museums wurden Objekte im Dialog mit den porträtierten Frauen ausgewählt, um deren individuelle Geschichten zu unterstreichen. – Zahlreiche Künstler nehmen teil.

Die Ausstellung läuft vom 24. Oktober 2019 bis 30. August 2020. Zur Eröffnung am 23. Oktober 2019 sprechen Kulturdezernentin Ina Hartwig, Dr. Eva Ch. Raabe, Leiterin des Weltkulturen Museums, Atêf Sitanala, Jaïr Pattipeilohy und Lesli Taihuttu vom Künstlerkollektiv Teru (Co-Kuratoren „Mahina“) – www.weltkulturenmuseum.de

ffm/gw

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