Wie haben Dinosaurier einst gelebt? – Senckenberg-Dauerausstellung eröffnet: „Dino-Grabung: Vom Fund ins Museum“

1 Okt
2019

Copyright: Senckenberg/Tränkner

Frankfurt am Main – Kinder werden zu Dino-Forscher*innen! – Gleich neben Diplodocus und Iguanodon eröffnete im Senckenberg-Naturmuseum Frankfurt ein kleiner Ausstellungsbereich: „Dino-Grabung: Vom Fund ins Museum“.

Im Erdmittelalter, vor 225 bis 66 Millionen Jahren, bevölkerten Dinosaurier unseren Planeten. Wie die ausgestorbenen Landwirbeltiere gelebt und ausgesehen haben, können Wissenschaftler*innen aus versteinerten Skeletten und anderen fossilen Zeugnissen rekonstruieren. In dem neuen Ausstellungsbereich erfahren Museumsbesucher*innen, welche Schritte notwendig sind, bis ein Fossilfund in einem Museum ausgestellt wird. Es geht um Fundstellen und die Werkzeuge, die bei einer Grabung zum Einsatz kommen, um die Präparation von Fossilien sowie um die endgültige Ausstellung und die unterschiedlichen Rekonstruktionsweisen der Funde.

Highlight des neuen Bereichs ist eine nachgestellte Ausgrabungssituation. Hier gibt es Wissenschaft zum Anfassen: Kinder dürfen im Rahmen gebuchter Workshops unter fachkundiger Anleitung Abgüsse von Fossilien finden, erfassen und bestimmen. – „In dem neuen Ausstellungsbereich ist etwas gelungen, das uns bei Senckenberg sehr am Herzen liegt“, freut sich Direktoriumsmitglied Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese:

„Wir möchten Forschung in unseren Museen sichtbar und erfahrbar machen“, fährt sie fort. Dazu gehöre auch zu zeigen, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse mit jeder Neuentdeckung stetig weiterentwickeln. Der Fortschritt der Wissenschaft werde an drei Diplodocus-Modellen in der Ausstellung verdeutlicht. Sie zeigen unterschiedliche Phasen in der wissenschaftlichen Darstellung des Langhalssauriers. Einige Theorien gingen davon aus, dass er im Wasser lebte, andere wiesen ihm einen echsenhaften Gang zu.

Die Rekonstruktion des Diplodocus, so wie er heute auch im Original im Museum zu bestaunen ist, war erst durch das Zusammenspiel verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen möglich. „Wir haben festgestellt, dass unsere Dinos ein sehr gutes Vehikel sind, um auch unseren jungen Museumsbesucher*innen Prozesse der Forschung nahe zu bringen“, ergänzt Dr. Eva Roßmanith, Leiterin des Bereichs Bildung und Vermittlung. Gemeinsam mit Katrin Böhning-Gaese dankt sie den Förderern Doris und Claus Wisser dafür, dass sie dieses Projekt ermöglicht haben.

Ab 01. November 2019 werden zudem Kindergeburtstage rund um Dino-Grabungen angeboten. – Buchung und Information unter: museumfrankfurt.senckenberg.de  oder telefonisch unter:  069/7542-1357 (Montag–Donnerstag von 09:00–12:00 und 13:00–16:00 Uhr). – Der Besuch der begleitenden Ausstellung ist jederzeit möglich. Hierfür wird kein zusätzlicher Eintritt erhoben.

-/gw

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