Am 26. September ist „Weltverhütungstag“ – Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung

26 Sep
2019

Jugendberaterin aus einem kenianischen Jugendklub der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zeigt Jugendlichen, wie ein Kondom für Frauen (Femidom) funktioniert. • Bild: obs/Deutsche Stiftung Weltbevölkerung/Brian Otieno/DSW

Hannover – Jede zweite Frau in Afrika südlich der Sahara, die eine Schwangerschaft verhindern möchte, kann nicht verhüten. Eine der Folgen: Frauen bekommen dort im Durchschnitt ein Kind mehr, als sie sich wünschen, was erheblich zum hohen Bevölkerungswachstum in der Region beiträgt.

Aktuellen Prognosen der Vereinten Nationen zufolge wird sich die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara von heute rund einer Milliarde Menschen bis 2050 voraussichtlich verdoppeln und bis 2100 fast vervierfachen. Wenn dort alle Menschen frei entscheiden könnten, ob bzw. wann und wie viele Kinder sie bekommen, würde die Bevölkerungszahl in der Region im Jahr 2100 um 30 Prozent niedriger liegen als derzeit prognostiziert wird. Diese Zahlen gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltverhütungstags am 26. September bekannt.

„Dort, wo es am schwierigsten ist, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu führen, gibt es mehr ungewollte Schwangerschaften und Geburten. Frauen und Mädchen in Afrika südlich der Sahara können vor allem deshalb nicht verhüten, weil es an Aufklärung, bezahlbaren Verhütungsmitteln sowie einer guten Gesundheitsversorgung mangelt und sie oft keine oder sehr geringe Mitspracherechte bei der Familienplanung haben. Täglich werden 20.000 Mädchen unter 18 Jahren in Entwicklungsländern Mütter – oftmals ohne ein Recht auf Mitsprache“, sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr:

„Diese Bereiche müssen dringend stärker gefördert werden – auch im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mädchen und Frauen müssen ihr Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung endlich wahrnehmen können. Dann ginge es nicht nur den einzelnen Menschen besser. Es hätte auch einen positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Länder.“

Über den Weltverhütungstag:  Der Weltverhütungstag, der jährlich am 26. September begangen wird, ist eine internationale Initiative, für die sich zahlreiche nichtstaatliche Organisationen wie die DSW engagieren. Ziel ist es, das Bewusstsein für Fragen der Sexualaufklärung und Empfängnisverhütung zu schärfen.

Über die DSW:  Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.    www.dsw.org

ots/gw

Bitte besuchen und liken Sie auch unseren Facebook-accountcwa id=’mad03′]

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben