„Die größte Freude auf der Welt ist ‚anfangen‘! – Es ist schön zu leben, weil Leben ‚anfangen‘ ist – immer und in jedem Augenblick!“ …

11 Sep
2019

Cesare Pavese • Bild: Poligrafici Editoriale S.p.A., Cesare Pavese ritratto, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… erkannte schon Cesare Pavese (* 09. September 1908 in Santo Stefano Belbo; † 27. August 1950 in Turin), italienischer Schriftsteller.

In Santo Stefano Belbon, einem kleinen Dorf der Langhe (Provinz Cuneo), verbrachte Pavese seine Kindheit. 1914 starb sein Vater an einem Hirntumor. Den Großteil seiner Jugend verbrachte er in Turin, wo er zunächst am Liceo Massimo d’Azeglio sein Abitur ablegte. Am Liceo begegnete er Augusto Monti, seinem Lehrer und späteren Freund. Durch diese Verbindung gewann er früh Kontakte zu antifaschistischen Kreisen und lernte u.a. Leone Ginzburg und Piero Gobetti kennen.

1927 begann er in Turin das Studium der Literaturgeschichte und schloss es 1930 mit einer Promotion über den amerikanischen Dichter Walt Whitman ab. Dann begann er eine intensive Phase der schriftstellerischen und übersetzerischen Tätigkeit – und übersetzte Moby Dick von Herman Melville sowie Werke von John Dos Passos, William Faulkner, Sherwood Anderson, Sinclair Lewis, Daniel Defoe, James Joyce und Charles Dickens ins Italienische.

Seit 1930 schrieb Pavese Beiträge über amerikanische Literatur für die Zeitschrift La Cultura. 1934 übernahm er die Stelle von Ginzburg in der Redaktion von La Cultura, da dieser und weitere Mitglieder der antifaschistischen Gruppe Giustizia e Libertà verhaftet worden waren. Von 1928 bis 1935 entstanden die Gedichte, die 1936 unter dem Titel Lavorare stanca erschienen. Wegen seiner primär ästhetisch motivierten antifaschistischen Haltung wurde er 1935 verhaftet und für acht Monate nach Brancaleone in Kalabrien verbannt. In dieser Zeit begann er mit dem literarisch-existentialistischen Tagebuch Das Handwerk des Lebens (Il mestiere di vivere), das er bis zu seinem Tod fortführte. Ab 1938 arbeitete er in fester Anstellung für das Turiner Verlagshaus Einaudi und übernahm 1943 die Leitung der römischen Filiale des Verlags.

Während des Zweiten Weltkrieges zog er sich mit der Familie seiner Schwester aufs Land zurück, schloss mit dem jungen Schriftsteller Italo Calvino Freundschaft und war der erste, der als sein Lektor dessen Werke las. Später bezeichnete ihn der inzwischen berühmte Calvino als „meinen idealen Leser“. Nach dem Krieg zog er zunächst nach Serralunga di Crea, später nach Rom, Mailand und schließlich nach Turin. Pavese gewann 1950 den Literaturpreis Premio Strega für ‚Der schöne Sommer‘ (La bella estate). In einfühlsamen Erzählungen und Kurzromanen hat er unter anderem die dörfliche Welt Piemonts beschrieben. – In der Nacht vom 27. zum 28. August 1950 nahm sich Cesare Pavese in einem Hotelzimmer in Turin mit Barbituraten das Leben.  –  (Wikimedia)

-/gw

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