‚Wir sind nicht arm – was ihr habt, brauchen wir nicht‘ – Entwicklungshilfe einmal anders herum – 03.09.2019 im Senckenberg!

31 Aug
2019

Jachuká Reté • Bild: Sagittaria

Frankfurt am Main – Entwicklungshilfe einmal anders herum – mit Jachuká Reté im ‚Senckenberg Museum‚ am 03. September 2019, 17:00 Uhr, Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14 60325 Frankfurt am Main. 

Die Mbyá Guaraní sind ein Volk im Dreiländereck Paraguay, Brasilien, Argentinien. Nach unseren Maßstäben sind sie bitter arm. Doch Jachuká Reté sagt: «Wir sind nicht arm, denn das was ihr habt, das brauchen wir nicht. Wirklich arm sind wir nur, wenn wir keinen Wald mehr haben. Wir sind ein Teil des Waldes und der Wald ist ein Teil von uns». – Die Mbyá wissen, wie man mit der Natur lebt, ohne diese zu zerstören, doch ihre Lebensgrundlage brennt im wörtlichen Sinne.

Die Mbyá sind nicht weltfern, sie leben im 21. Jahrhundert, wie wir alle. Sie sind nicht technik- oder fortschrittsfeindlich. Doch für die Mbya ist der Wald, die Erde, der Planet das große Haus. Es vor Schaden zu bewahren, ist für sie so selbstverständlich, wie für uns der Schutz unserer eigenen vier Wände. Die Mbyá kennen ursprünglich kein Eigentum. Sie wissen jedoch, dass wir alle nur überleben können, wenn die Menschheit ihr gemeinsames großes Haus schützen und erhalten kann, unabhängig davon, wer was als Eigentum betrachtet.

Darauf hinzuweisen, dass andere, die viel Einfluss haben, unserem Planeten schaden und dagegen zu protestieren, ist richtig und wichtig. Glaubhaft sind diejenigen, die zusätzlich selbst dazu beitragen, dass die Belastung unserer Lebensgrundlagen abnimmt. Jachuká Reté hat darum auf Einladung von Sagittaria und Impulso Solidario die lange – für sie sehr schwierige – Reise auf sich genommen, weg von ihrem Zuhause, ihrem Wald, um in Europa und bei uns Entwicklungshilfe zu leisten, indem sie über die Kultur ihres Volkes berichtet.

Ihre Reise führte sie zunächst in die Schweiz – und nach Frankfurt wird sie an britischen Universitäten sprechen, den Abschluss bildet ein Auftritt vor der UNO Menschenrechts Kommission in Genf. Sie wird begleitet von Dr. Johannes Jenny, Geschäftsführer der Naturschutzorganisation «Pro Natura Aargau» – und Bruder von Dr. Matthias Jenny, ehemaliger und langjähriger Direktor des Palmengartens Frankfurt am Main – und versuchen gemeinsam, Geld einzuwerben für den Erhalt eines winzigen Restbestandes ihres einst unendlich großen «Hauses», des Waldes.

Wir alle können helfen, schon mit kleinen Beträgen – für EUR 1.30, 13.-, 130.-, 1’300.- können wir den Mbyá 10, 100, 1’000, 10’000 Quadratmeter Urwald zurückgeben, damit sie darin leben und ihn und ihre Kultur erhalten. Gruss der Mbyá auf Deutsch: „Mögest Du die gute, die richtige, die harmonische Art finden, mit der Natur zu leben!“

Mit dem Schutz grosser Waldstücke in der Provinz Misiones in Argentinien sollen der Lebensraum der Mbyá, die einzigartige Natur und die dort lebenden Jaguare gerettet werden. – Veranstalter:  www.sagittaria.ch  und Asociacíon Impulso Solidario.

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