REGIONAL und SAISONAL: Mirabellen sind klein, rund, gelb und süß – Die aromatischen Obstkugeln sind ideal als Fruchtsnack!

22 Aug
2019

Bild: Pixabay

Frankfurt am Main / WiesbadenObst aus der Region: Mögen Sie Mirabellen? Auch leckere Marmeladen, Chutneys und Liköre lassen sich daraus zaubern!

Im Hofladen, auf dem Wochenmarkt oder in gut sortierten Supermärkten sind MIRABELLEN jetzt wieder zu haben. Fast 90 Prozent stammen aus dem heimischen Anbau – sie sind kleine, etwa zwei bis zweieinhalb Zentimeter dicke kugelrunde Früchte mit einer wachsgelben Schale.

Mirabellen werden mit der Schale gegessen, die Schalenseite, die am Baum viel Sonne abbekommen hat, weist rote Pünktchen oder ein rotes Bäckchen auf. Diese Färbung ist vor allem bei reifen und sehr reifen Früchten zu sehen. Die kleinen Obstkugeln sind ideal für den rohen Verzehr, da ihr gelbliches Fruchtfleisch fest ist und sich leicht vom Stein lösen lässt. Mit zunehmender Reife wird das Fruchtfleisch weicher und süßer.

Mirabelle – die kleine Schwester der Pflaume: Dieses Obst war ursprünglich in Asien beheimatet und kam bereits im 15. Jahrhundert nach Europa, zunächst nach Lothringen in Frankreich, später auch in benachbarte deutsche Gebiete. Heutzutage ist die Mirabelle in Mittel- und Südeuropa sowie Nordafrika zu finden. – Weltweit liegt das Hauptanbaugebiet der Mirabelle in Lothringen, wo etwa 80 Prozent der Weltproduktion wachsen. Auch im Westen und Südwesten Deutschlands liegen wichtige Anbaugebiete.

Mirabellen lieben warme Gegenden: Gute Anbaubedingungen für Mirabellen finden sich in Deutschland am Mittelrhein, in der Pfalz und in Mainfranken. Ein Mirabellenbaum braucht viel Sonne, damit die Früchte ihr volles Aroma entwickeln. Aufgrund der wärmeren Temperaturen können sie hier von Juli bis September geerntet werden. Auch in Baden-Württemberg und Hessen ist mit einer frühen Ernte zu rechnen, sofern es warm genug ist. In kühleren Regionen Deutschlands und bei kühler Witterung verzögert sich der Reifeprozess um etwa zwei Wochen und damit auch der Erntebeginn. Die Witterung beeinflusst nicht nur den Erntezeitpunkt, sondern auch die Qualität der Früchte. Ist das Wetter zu nass während des Ausreifens, platzt die Schale.

Mirabellen liefern reichlich Nährstoffe: Für den süßen Geschmack der Mirabellen ist der natürlicherweise enthaltene Fruchtzucker verantwortlich. 100 Gramm Mirabellen liefern 14 Gramm Kohlenhydrate und 56 Kalorien (Vergleich: Süßkirsche: 62 Kalorien, Pflaumen: 48 Kalorien). Fett und Eiweiß sind nur in Spuren enthalten – sie enthalten mit 230 Milligramm pro 100 Gramm reichlich Kalium, das wichtig für die Funktion von Herz und Nerven ist. Zudem sind nennenswerte Mengen an Magnesium, Phosphor und Zink enthalten. An Vitaminen sind vor allem Beta-Carotin (= Vorstufe von Vitamin A) und Vitamin E zu finden; beides sind Substanzen, die die Zellen vor schädlichen Substanzen schützen.

Der lateinische Name der Mirabelle bedeutet so viel wie „wunderbar“. Der Name ist Programm, denn aus Mirabellen lassen sich viele wunderbare Gerichte und Köstlichkeiten herstellen – wie z.B. fruchtige Marmeladen, aromatische Gelees und würzige Chutneys, sowie frische Süßspeisen und Kuchen – auch püriert als Soße zu verschiedenen Fleischgerichten.  –  www.umwelt.hessen.de  –  www.twitter.com/UmweltHessen

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/-gw

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