Potsdams wertvolles Juwel eröffnet – Neues Leben in der Kaiserlichen Matrosenstation „Kongsnaes“

28 Jul
2019

Das Innere der Kongsnaes erinnert an eine Kathedrale • Bild: obs/Laggner Gruppe/Heiko Schulze / Laggner Gruppe

Berlin – Für Gäste aus Potsdam, Berlin und aller Welt öffnet die „Kongsnaes“, die Kaiserliche Matrosenstation im norwegischen Drachenstil am Potsdamer Jungfernsee, ihre Pforten. – ‚Kongsnaes‘ hat nichts mit der Nase des norwegischen Monarchen zu tun, sondern ist der norwegische Begriff für die Königliche Landzunge.

Langjährige und millionenschwere Wiederaufbau- und Renovierungsarbeiten haben die „Kongsnaes“ zum wertvollsten Juwel der noblen Gegend gemacht. Betreiber der Lokalität ist Josef Laggner, Chef von fast zwei Dutzend Restaurants in Spitzenlagen. Der österreichische Gastronom schwärmt anlässlich der Eröffnung: „Ich arbeite ja ausschließlich mit 1A-Lagen. Außer diesmal: Denn die Kongsnaes ist die absolute 1AAA-Lage!“

Die Kongsnaes wird als gutbürgerliches Restaurant und als Bar geführt. „Wir werden fischlastig sein“, erklärt Laggner das Konzept. Direkt am Wasser des Jungfernsees gelegen, mit eigener Bootsanlegestelle, großzügigen Terrassen und schier unbeschreiblicher Aussicht, liegt die Kaiserliche Matrosenstation nahe am Park Sanssouci und ist nur ein paar Gehminuten von der Glienicker Brücke entfernt, weltberühmt für den Ost-West-Agentenaustausch.

Die Geschichte des Hauses spiegelt ein Stück europäische Geschichte wider. Als der deutsche Kaiser Wilhelm II. 1890 einen Staatsbesuch in Norwegen absolvierte, war er von der damals in Mode gekommenen norwegischen Holzbaukunst im Drachenstil so begeistert, dass er den Architekten Holm Hansen Munthe auch für Deutschland engagierte. Die Kaiserliche Matrosenstation wurde das repräsentativste Objekt, die Gebäudeteile wurden in Norwegen vorgefertigt und in Potsdam aufgebaut. Die sogenannte Ventehalle diente als Wartehalle beim Ab- oder Anlegen der Schiffe für die Vergnügungs- und Repräsentationsfahrten der kaiserlichen Familie.

Der Blick auf den Potsdamer Jungfernsee von der Kongsnaes-Terrasse. Boote können direkt am Lokal anlegen – wie einst die kaiserliche Familie von Wilhelm II • Bild: obs/Laggner Gruppe/Heiko Schulze / Laggner Gruppe

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs brannte die Ventehalle aus und war bis auf die Grundmauern zerstört. Seit dem Bau der Grenzanlagen der DDR 1961 war das Gelände für die Öffentlichkeit gesperrt, da es im Todesstreifen lag. Erst seit der Grenzöffnung 1989 ist der Zugang zum Jungfernsee wieder möglich.

Der Investor Michael Linckersdorff kaufte der Stadt Potsdam das Areal ab, machte sich an den originalgetreuen Wiederaufbau, erfüllte mit immensen Kosten alle Denkmalschutzauflagen und fand im vergangenen Februar in Josef Laggner den geeignetsten Mieter für das gastronomische Kleinod. Linckersdorff und Laggner investierten insgesamt mehr als drei Millionen Euro. Der Mietvertrag läuft über zwanzig Jahre.

Josef Laggners Gastro-Unternehmen umfasst insgesamt 20 größere Lokale und einige kleinere Einheiten, stets in 1A-Lagen. Dazu werden auch zwei Prestigeobjekte in der sechsten Etage des KaDeWe in Berlin gehören, die demnächst eröffnet werden.  –  www.kongsnaes.de

ots/gw

Bitte besuchen und liken Sie auch unseren Facebook-account

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben