ALLES hängt mit allem zusammen! – „Earth Overshoot Days“ am 29. Juli 2019 – ab dann leben wir über unsere Verhältnisse!

26 Jul
2019

Wie können wir unsere Lebensbasis erhalten? • Foto: Fraunhofer ISI, Zeichner: Heyko Stöber

Frankfurt am Main – Das heißt, dass die Menschheit vom 01. Januar bis 29. Juli so viel von der Natur gebraucht hat, wie die Ökosysteme der Erde im ganzen Jahr erneuern können.

Der ‚Welt- bzw. Erdüberlastungstag‘ (auch «Earth Overshoot Day» genannt) – der jedes Jahr vom ‚Global Footprint Network‘ ermittelt wird – markiert den Tag, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unseren Verhältnissen leben. An diesem Tag übersteigt die menschliche Nachfrage nach natürlichen Rohstoffen die Möglichkeit der Erde, diese zu produzieren. Er liegt 2019 so früh wie nie zuvor.

Um den weltweiten Bedarf an Anbauflächen für Nahrung, Textilien und andere Güter zu decken und das freigesetzte CO2 fossiler Energieträger zu binden, benötigen wir aktuell 1,75 Erden. Angesichts der stetig steigenden Weltbevölkerung ist auch in Zukunft mit einer steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln, Konsumgütern und Energie zu rechnen. Die ersten Folgen werden bereits heute sichtbar: Massiver Verlust der Artenvielfalt, Verschlechterung der Bodenqualität und die Auswirkungen des Klimawandels sind nur einige.

Doch mit unseren täglichen Entscheidungen kann jede*r etwas dafür tun, den „Earth Overshoot Day“ zeitlich nach hinten zu schieben (#MoveTheDate). Mögliche Lösungen aus dem Bereich der biobasierten Wirtschaft und deren kritischer Betrachtung erläuterten in einem Pressegespräch Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klimaforschung Zentrums, und Zukunftsforscherin Ariane Voglhuber-Slavinsky vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung – wie zum Beispiel:

Regional ernähren, auf eingeflogene Avocados aus Südamerika verzichten / keine Plastik-Strohhalme mehr verwenden / besser Pfefferminztee aus der Porzellan-Tasse trinken und auf importierten Kaffee aus Wegwerfbechern verzichten … ALLES hängt mit allem zusammen! – darum sollte sich JEDER immer wieder fragen: Was kann ich selbst ändern! –Weltbioversität‘ ist genauso wichtig wie ‚Klimaschutz‘! Wenn die Bürger hartnäckig bleiben, reagiert die Politik auch schneller.“

Den Rahmen dafür setzt die Ausstellung „Zukunft gestalten – Wie wollen wir leben?“, die mögliche Szenarien für eine Welt 2040 aufzeigt, in der wesentlich weniger fossile Rohstoffe als heute verwendet werden. –  www.senckenberg.de

-/gw

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