EUROPAS ‚Canyonland‘ liegt in MONTENEGRO: Schluchten haben eine magische Anziehungskraft auf Menschen

30 Jun
2019

Bis zu 1.300 Meter Höhenunterschied sind es vom Rand hinab bis zur Talsohle der Tara-Schlucht im Norden von Montenegro. Sie ist die tiefste Schlucht Europas. Bild: obs/NTO Montenegro

Podgorica (Montenegro) – Wer schon einmal am Rande des Grand Canyon in Arizona stand, wird diesen Anblick wohl nicht mehr vergessen. So weit zu reisen, um ähnlich spektakuläre Ausblicke zu genießen, ist aber gar nicht notwendig.

Keine zwei Flugstunden von Deutschland entfernt, beherbergt ein Land die tiefste Schlucht Europas – und noch vieles mehr: Montenegro. Bezogen auf die Größe des Landes und dessen Einwohnerzahl, dürfte es kaum ein Land in Europa – ja sogar auf der ganzen Welt – geben, das eine vergleichbare Dichte an Schluchten besitzt wie Montenegro. Jede für sich ist beeindruckend und hat einen eigenen Charakter. Mal karg, mal grün, mal schroff, mal sanft – eines haben sie jedoch alle: Tief unten auf dem Grund zeugen türkis schillernde, glasklare Gebirgsflüsse vom Wunder ihrer Entstehung.

Mit einem Mietwagen lässt sich das Land und seine Schluchten leicht erkunden. Wer sich von der Hauptstadt Podgorica in den Norden des Landes aufmacht, folgt zunächst der Straße durch die Moraca-Schlucht. Ein gutes Stück flussaufwärts liegt idyllisch das Moraca-Kloster. Der gepflegte Klostergarten, das satte Grün des Rasens und das Summen der fleißigen Bienenvölker strahlen Ruhe und Erholung aus.

Eine Wanderung durch die Mrtvica-Schlucht, einem Nebenfluss der Moraca, gehört zu den schönsten Tagestouren des Landes. Unglaublich steil ragen die Felswände an ihren Seiten empor. Mitunter ist die Talsohle so eng, dass dort nicht einmal ein Fußweg Platz finden würde. In den blanken Felsen hatte das frühere jugoslawische Militär einen Pfad geschlagen, der heute als Wanderweg dient und sicher der außergewöhnlichste des Landes ist. Noch weiter im Norden folgt bereits der nächste Höhepunkt: Die bekannte Tara-Schlucht. Nach dem Grand Canyon soll sie die zweittiefste Schlucht der Welt sein.

Dem schnellen Reisenden mag ein Blick von der stets gut besuchten Djurdjevica-Tara-Brücke genügen. Wenige Kilometer nördlich von Zabljak führt ein Wanderweg hinauf auf den gut 1.600 Meter hohen Curevac – von dem kleinen Gipfel bietet sich ein eindrucksvolles 360-Grad-Panorama. Bei Urlaubern, die den Nervenkitzel suchen, ist eine Canyoning-Tour durch die Nevidio-Schlucht sehr beliebt. Über Wasserfälle, Stromschnellen, durch enge Durchgänge und Kanäle und entlang von eindrucksvollen Steinformationen führen die Touren. – Weitere interessante Informationen gibt es unter:  www.montenegro.travel

ots/gw

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