„Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muß“ …

26 Jun
2019

… erkannte schon Hermann Gmeiner (* 23. Juni 1919 in Alberschwende, Vorarlberg; † 26. April 1986 in Innsbruck, Tirol), österreichischer Pädagoge. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er die SOS-Kinderdörfer.

Durch seine Tätigkeit als Ministrant, die der gläubige Gmeiner in der katholischen Pfarrei des Innsbrucker Stadtteiles Mariahilf in seiner knappen Freizeit ausübte, kannte er den dortigen Kaplan Mayr. Als ihm im Winter 1947 ein zwölfjähriger Junge begegnete, dessen Schicksal ihn tief bewegte, kamen Erinnerungen an seine eigene Kindheit und seine Erlebnisse im Krieg hoch. Hermann Gmeiner wollte für den Jungen unbedingt etwas tun und ging mit seinem Anliegen zu Kaplan Mayr. So baute er eine neue Jugendgruppe auf. Er konnte 16 Jugendliche motivieren und gründete den Stoß-Trupp, der in der gesamten Tiroler katholischen Jugend bekannt wurde.

Gmeiner besuchte eine „Erziehungsanstalt“, sprach mit Jugendfürsorgerinnen und diskutierte mit anderen Studenten. Schließlich reifte in ihm die Überzeugung, dass Heime und Anstalten nicht der richtige Weg seien, um Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen zu helfen. Dabei erinnerte er sich auch an seine eigene Kindheit, den frühen Verlust der Mutter und die Ersatzmutter in Gestalt seiner Schwester Elsa. Er entwarf den Plan, ein Haus für diese Kinder zu bauen, wo eine Mutter ein richtiges Daheim schenken konnte, ja eine ganze Anzahl dieser Häuser sollten es sein, ein richtiges Kinderdorf.

1948 schlug Kaplan Mayr vor, dass Gmeiner zum Jugendführer für das gesamte Dekanat werden solle. In dieser Rolle gründete Gmeiner einen Verein – und gab ihm den Namen Societas Socialis, darin war bereits die Abkürzung SOS, was Save our Souls heißt (später: SOS-Kinderdorf).

Hermann Gmeiner selbst fühlte sich im Kinderdorf Imst zuhause. Dorthin kehrte er, vor allem nach seinen zahlreichen Auslandsreisen, immer wieder zurück. Das Kinderdorf Imst war auch seine Familie, da er aus Zeitmangel nie heiratete und keine eigenen Kinder hatte. Nach 37 Jahren Arbeit im Dienste benachteiligter Kinder starb Gmeiner im 67. Lebensjahr am 26. April 1986 in Innsbruck an Krebs. Seinem Wunsch entsprechend, wurde er im Kinderdorf Imst begraben, wo auch eine kleine Gedenkstätte an ihn erinnert. Bereits 1985 bestellte er seinen Nachfolger: Helmut Kutin leitete seit dem Tod Gmeiners das weltweite Sozialwerk von 1986 bis 2012. Nachfolger Kutins wurde im Juli 2012 Siddhartha Kaul.

1986, im Todesjahr Gmeiners, gab es 233 Kinderdörfer in 85 Ländern, in denen 40.000 Kinder versorgt wurden. Im Jahr 2006 sogar 1.715 Einrichtungen und Hilfsprogramme in 132 Ländern und Territorien, in denen über 60.000 Kinder und Jugendliche basierend auf der Idee und dem Idealismus von Hermann Gmeiner betreut wurden. Albert Schweitzer bezeichnete die Kinderdörfer als „freundlichstes Wunder der Nachkriegszeit“.  –  (Wikipedia)

-/gw

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