„Wer ein privilegiertes Leben hat, muss etwas abgeben!“ – betont UNESCO-Botschafterin UTE OHOVEN

8 Jun
2019

Ute Ohoven • Bild: 9EkieraM1, Dr. Ute Ohoven, Ausschnitt von WK, CC BY-SA 3.0

Osnabrück „Ständiges Luxusleben würde mich krank und unglücklich machen“, erklärt UNESCO-Sonderbotschafterin Ute Ohoven: „Es wird von der oberen Schicht einfach nicht genügend getan“.

Ihr soziales Engagement sieht Ute Ohoven noch lange nicht als abgeschlossene Mission an: „Diese Arbeit erfüllt mich mit so viel Glück“, sagte die 73-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ)“. Dieses Glück könne sie nie empfinden, wenn sie nur ein Leben in Luxus führen würde:

„Ich könnte ständig Urlaubsreisen machen, shoppen gehen und von einer Party zur nächsten fliegen. Aber das würde mich nicht erfüllen, es würde mich krank und unglücklich machen. Durch die Arbeit mit meiner ,YOU Stiftung‚ habe ich das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Auf meinem Grabstein soll einmal stehen: ,Sie hat mitgeholfen, die Welt ein bisschen menschlicher zu machen‘.“

Mit den wohlhabenden Menschen in Deutschland geht Ohoven hart ins Gericht: „Es wird von der oberen Schicht einfach nicht genügend getan. Wer ein privilegiertes Leben hat, muss etwas abgeben.“

Sie könne die superreiche Szene sehr gut einschätzen. Die Hilfsbereitschaft für den Wiederaufbau von Notre-Dame sei ein gutes Beispiel: Spenden von einer Milliarde Euro in zwei Tagen:

„Daran sehen Sie doch: Es ist unendlich viel Geld vorhanden. In Frankreich, aber in Deutschland genauso. Stellen Sie sich vor: Wenn einer der Reichen mal öffentlich 50 Millionen Euro für die Altenpflege in Deutschland spenden würde, können Sie sicher sein, dass andere nachziehen.“

NOZ/ots/gw

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