„70 Jahre Grundgesetz“: Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Udo di Fabio sprach über ‚zeitlose Modernität unserer Verfassung‘!

23 Mai
2019

Prof. Dr. Udo di Fabio (li.) und Rolf Lukaschewski präsentieren das „Adenauer-Portrait“ – ein Feuerwerk der Farben, kraftvoll und energetisch – Foto: Gertrud E. Warnecke

Königstein im Taunus – Verfassungsrecht mit Leidenschaft … Auf Einladung des Rotary Clubs Bad Soden-Königstein und der Stadt Königstein sprach Prof. Dr. Udo di Fabio aus Anlass des 70. Geburtstags des Grundgesetzes im „Haus der Begegnung“ in Königstein im Taunus über die ‚zeitlose Modernität unserer Verfassung‘.

Mit Leidenschaft spannte di Fabio, ehemaliger Bundesverfassungsrichter, den Bogen von den Überzeugungen der Gründungsmütter und –väter der Verfassung (1948/49 saßen auch 4 Damen im Parlamentarischen Rat) zur heutigen Verfassungsrealität nach bereits 30 Jahren Wiedervereinigung in Deutschland.

Dabei bezeichnete er die Präambel des Grundgesetzes als seine Lieblingsnorm, weil sie Herkunft und Ziel des nationalstaatlichen Handelns knapp und klar benenne und damit einem wohlverstandenen, ebenso weltoffenen wie verfassungsrechtlich gebundenen Patriotismus Ausdruck verleihe.

Flammende Appelle richtete di Fabio an die über 200 Zuhörer, sich der klaren, durch Artikel 73 Absatz 3 teils ewigkeitsgarantierten Orientierung, die das Grundgesetz auch für den europäischen Einigungsprozess gebe, zu vergewissern, auf die Funktionsfähigkeit unserer Verfassung als ordnungspolitischer Kompass zu vertrauen, aber auch gerade junge Leute wieder über die Wirkungsmechanismen des Grundgesetzes zu unterrichten und zu bilden.

Während der Veranstaltung enthüllte nach dem Impuls des Rotary-Clubpräsidenten Prof. Horst Franke und dem Grußwort des Königsteiner Bürgermeisters Leonhard Helm der international bekannte Künstler Rolf Lukaschewski*), ein Maler des Neo-Expressionismus und der Pop Art, ein Bild des jungen Konrad Adenauer, in welchem er mit verfremdenden Formen und Farben doch die Eigenarten des „Alten“ treffend herausarbeitete – eine Gabe an die Stadt, die mit der Villa Rothschild einen Tagungsort der ‚Verfassunggebenden Versammlung‘ und der Ministerpräsidenten der damaligen Länder in ihrer Gemarkung hat.

Die Rede klingt nach – unser Grundgesetz ist eine erneute Lektüre wert. – Weitere Informationen unter:  www.rotary1820.org/bad_soden_koenigstein/

*) Rolf Lukaschewski, 1947 in Schleswig geboren, begann seine Karriere 1975 in Paris und gehört heute zu den bedeutendsten Nachkriegsmalern. Er versteht sich als Chronist und Interpret des Zeitgeistes. Sein Schwerpunkt liegt auf Porträts, so auch jene von den Vätern der Wiedervereinigung Dr. Helmut Kohl, Michail Gorbatschow und Ronald Reagan. Als Symbol für die „Deutsche Wiedervereinigung/Mauerfall“ malte er ebenso Bilder vom Brandenburger Tor, die heute weltweit in namhaften Sammlungen hängen – u.a. im ‚Roten Rathaus Berlin‘.

Von 1981 bis 1993 lebte und arbeitete Rolf Lukaschewski in Königstein im Taunus und seine Verbundenheit zu dieser schönen Stadt besteht weiter. Seit nun schon über 25 Jahren lebt er in Montreux am Genfer See.

RC/gw

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