Bundesweite Naturschutzaktion: BÄUME als „Zeichen für die Zukunft“ pflanzen – „Tag des Baumes“ am 25. April

24 Apr
2019

V.l.n.r: Jörg Beckmann, Kurator Opel-Zoo, Alexandra Arnold, Geschäftsführerin Deutscher Forstverein, Dr. Thomas Kauffels, Direktor Opel-Zoo, an der neu gepflanzten ‚Flatter-Ulme‘ im Opel-Zoo – Bild: Archiv Opel-Zoo

Kronberg im Taunus – Lehrpfad ‚Baum des Jahres‘ im Opel-Zoo um „Flatter-Ulme“ ergänzt! Jedes Jahr seit 1989 wird der „Baum des Jahres“ von einem Kuratorium um die Dr. Silvius Wodarz Stiftung ausgerufen.

Das Ziel ist, auf die jeweilige Baumart aufmerksam zu machen, zur intensiven Beschäftigung mit ihr anzuregen und die auf den Jahresbaum bezogenen Aktivitäten zu publizieren. So wird beispielsweise jedes Jahr am 25. April der „Tag des Baumes“ als eine bundesweite Naturschutzaktion begangen, bei der Städte, Kommunen, Forstämter Bäume als „Zeichen für die Zukunft“ pflanzen.

Auch im Opel-Zoo wird jedes Jahr der ‚Baum des Jahres‘ gepflanzt. In diesem Jahr ist es die Flatter-Ulme, die von Alexandra Arnold, der neuen Geschäftsführerin des Deutschen Forstvereins, Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels und Zookurator Jörg Beckmann offiziell auf dem Lehrpfad ‚Baum des Jahres‘ aufgenommen wurde.
Von den drei heimischen Ulmenarten ist sie die wohl widerstandfähigste gegen Pilzerkrankungen, die die Bestände der Berg- und Feldulmen in Deutschland nahezu ausgerottet haben.

Doch auch der Bestand der Flatter-Ulme ist in Deutschland nicht gesichert: In sieben Bundesländern gilt sie laut der Roten Liste für bedrohte Arten als gefährdet, in Nordrhein-Westfalen sogar als stark gefährdet. Am ehesten findet man sie noch in Nordostdeutschland, wo sie wie die Linde häufig als Allee-Baum gepflanzt wurde. Ursache für den Bestandsrückgang ist der Verlust ihrer natürlichen Lebensräume im Verlauf der letzten zwei Jahrhunderte.

Die Flatter-Ulme ist vor allem an feuchten Standorten anzutreffen. So findet man sie auf den Überflutungsflächen der großen Flusstäler. Mehr als drei Monate lang kann Hochwasser ihren Wurzelraum umspülen, ohne dass sie größeren Schaden davonträgt. Da die Samen zum Keimen offene, vegetationsfreie Böden benötigen, die großen Gewässer in den letzten Jahrhunderten aber reguliert und eingedeicht wurden und somit keine Flut mehr neue Böden aufspült oder die Streu- und Humusschicht wegschwemmt, gibt es kaum noch natürliche Chancen für Nachkommenschaft dieses imposanten Baumes, der mehrere Jahrhunderte alt werden kann.

Der Mensch kann aber durch neue Anpflanzungen helfen, denn obwohl die Flatterulme die Nähe des Wassers liebt, kommt sie auch auf trockeneren Standorten zurecht. Sie ist recht tolerant gegenüber Luftverschmutzung, Streusalz und Bodenverdichtung und somit ein idealer Stadtbaum, der an Straßen, auf Plätzen und in Parks angepflanzt werden kann. Im Opel-Zoo ist der neue Baum des Jahres 2019, die Flatter-Ulme, neben dem Gehege der Berberaffen zu finden. Der gesamte Lehrpfad ‚Baum des Jahres‘ folgt dem großen Rundgang und die Zoobesucher finden an jedem Baum interessante Erläuterungen.

Warum der Namen „Flatter-Ulme“? – Die Blüten und Früchte dieser Baumart hängen in Büscheln an den Zweigen und sind lang gestielt. Wenn der Wind durch diese Büschel weht, flattern sie. Also: Flatter-Ulme!  –  www.opel-zoo.de

oz/gw

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