Umkämpft, besungen und verachtet: Was bedeutet uns FREIHEIT heute? … Im Fokus der Frankfurter HausGespräche 2019

16 Apr
2019

Einladungsflyer – Foto: Bernd Heier

Frankfurt am Main – Sie erschien uns schon so selbstverständlich: DIE FREIHEIT. Doch zunehmend erleben wir, wie sie in nächster Nachbarschaft eingeschränkt wird.

Auch Exzesse falsch verstandener Freiheit sind nicht zu übersehen, wenn Grundregeln des Zusammenlebens gebrochen werden. Von verschiedenen Seiten schlägt der freiheitlichen Gesellschaft gar Verachtung entgegen: Freiheit wird als Dekadenz missverstanden. Was aber macht unsere Freiheit aus? Woher kommt unser heutiges Verständnis von Freiheit? Wie hat es sich seit dem Zeitalter der Aufklärung entwickelt und verändert?

Was bedeutet uns Freiheit heute? Wie wurde und wird sie besungen? Wie für sie gekämpft und gerungen? Welche Bedingungen stellt sie über Recht und Gesetz hinaus? Und welche Grenzen müssen wir ziehen, damit sie bestmöglich wirken kann? – Diesen und weiteren Fragen gehen die Frankfurter HausGespräche 2019 unter dem schlichten Titel „Freiheit“ in vier Abendveranstaltungen nach.

Vorstellung des Programms – v.li.: Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor Haus am Dom; Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethe-Haus; Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und: Hauke Hückstädt vom Literaturhaus Frankfurt • Foto: Bernd Heier

Beteiligt an dem spannungsreichen Programm sind die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, das Haus am Dom, das Literaturhaus Frankfurt und das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Haus … sie laden gemeinsam zu den Frankfurter HausGesprächen ein. Die vier Abendveranstaltungen in diesem Jahr widmen sich den vielen Facetten des Begriffs „Freiheit“.

Den Veranstaltungsreigen eröffnet am 08. Mai  2019 das Freie Deutsche Hochstift, das die ‚Freiheit‘ schon im Namen trägt. Es wurde 1859 zum 100. Geburtstag des großen deutschen „Freiheitsdichters“ Friedrich Schiller gegründet.  Es sollte in Frankfurt am Main auf kulturellem Gebiet eine Institution bürgerlicher Freiheit schaffen, die auf staatlicher Ebene hier noch immer fern war. Der konfliktträchtige Begriff spielte in diesen Jahrzehnten sowohl in politischen, philosophischen und ästhetisch-literarischen Zusammenhängen eine zentrale Rolle.

Prof. Anne Bohnenkamp-Renken erörtert im Gespräch mit dem Rechtshistoriker Prof. Dr. Michael Stolleis und dem Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Jochen A. Bär, welche Voraussetzungen, Implikationen und Perspektiven der Begriff „Freiheit“ um 1800 hatte und was wir heute daraus lernen können.

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft lotet in der Evangelischen Akademie Frankfurt am 15. Mai 2019 unter dem Titel „Freiheit – ihre Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen“ aus. Das Podiumsgespräch mit prominenter Besetzung, u.a. mit Gerhard Bereswill, Frankfurter Polizeipräsident, und Prof. Dr. Stefan Ulrich Pieper, Referatsleiter Verfassung und Recht beim Bundespräsidialamt, wird von Prof. Roland Kaehlbrandt moderiert.

Im Haus am Dom diskutieren am 22. Mai 2019 Prof. Dr. Magnus Striet und Prof. em. Dr. Micha Brumlik über „Freiheit und Religion“; Moderation: Prof. Joachim Valentin. Nur noch ein kleines Kartenkontingent gibt es für den Diskussionsabend „Freiheit ist etwas, das man tut“ im Literaturhaus Frankfurt am 05. Juni 2019. Der inhaftierte, nach einem Jahr wieder aus dem Hochsicherheitsgefängnis entlassene Türkei-Korrespondent der ‚Welt‘, Deniz Yücel, berichtet im Gespräch mit seiner Vertrauten Doris Akrap und Bernd B. Wiesmann, was er erlebt hat und wie er sich auch im Gefängnis seine Autonomie bewahrte.

Der Eintritt ist frei nach Anmeldung unter: www.literaturhaus-frankfurt.de  –  Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19:30 Uhr.

hbh

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