Spiel mit Farben und Formen … Joanna Pousette-Darts lichtdurchflutete Landschaften im „Museum Wiesbaden“

3 Apr
2019

Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin Joanna Pousette-Dart im „Museum Wiesbaden“ – Foto: Bernd Fickert

Wiesbaden – Das „Museum Wiesbaden“ präsentiert das Werk der US-amerikanischen Künstlerin Joanna Pousette-Dart (*1947) zum ersten Mal in Deutschland – eine echte Entdeckung!

Die Künstlerin ergründet in ihren großformatigen Wandtafeln die Weite lichtdurchfluteter Landschaften. Die ausbalancierten Bogenformen der abstrakten, zugleich aber farbenfrohen Arbeiten laden die Betrachter ein, die Licht- und Farbspiele in immer neuen Variationen zu erkunden. Bis zum 30. Juni 2019 sind im „Museum Wiesbaden“ 25 ihrer Wandtafeln, sogenannte „shapedcanvases“ – ergänzt durch 13 Arbeiten auf Papier – zu sehen.

Joanna Pousette-Dart lebt und arbeitet in New York. Ab Mitte der 1970er-Jahre reist sie wiederholt nach New Mexico und entwickelt zu dieser Zeit ihre charakteristische Formensprache. Die in den USA bekannte und mehrfach ausgezeichnete Malerin entwickelt die traditionell rechteckige Leinwand weiter zu „shapedcanvases“, dynamisch-ausbalancierten Tafeln, deren gekurvte Formen Horizontlinien, sich wandelnde Lichtverhältnisse, und ihr linearer Aufbau den weit ausgreifenden Raum zu fassen suchen. Ihre Arbeiten erscheinen vertikal gestapelt.

„Jedes Element hat eigens auf die Arbeit abgestimmte Maße, seine Umrissformen bestimmen die farbige Binnenstruktur, so dass sich die einzelnen Elemente in Farbe, Größe und Form voneinander unterscheiden. Dabei ist die Farbwahl der Künstlerin klar strukturiert, mit einer leicht pastelligen Farbpalette“, erläutert Kurator Dr. Jörg Daur.

Joanna Pousette-Darts Malerei bewegt sich zwischen Landschaft und Abstraktion und spielt dabei auf eine Weise mit Linien, Farben und Formen, die äußerst modern erscheint und doch einen ausgesprochen poetischen Ausdruck findet. Die geschwungenen Linien ihrer Arbeiten nehmen den Betrachter mit auf eine imaginäre Reise durch weite Räume, lichtdurchflutete Landschaften.

Und die Künstlerin sagt zu ihrem Werk: „Die gebogene Form ermöglichte es mir, einen Bildausdruck zu entwickeln, der sich auszudehnen scheint, der Bewegung andeutet und der einen Ausdruck der unermesslichen Weite und Wandlungsfähigkeit des Raumes zu ermöglichen schien, den ich dort erfahren hatte. Ich verstand diese Bilder als eine Art Dialog zwischen mir selbst und dem fernen Horizont.“

Joanna Pousette-Darts Arbeiten sind bis zum 30. Juni 2019 im „Museum Wiesbaden“ zu sehen. – Weitere Informationen unter:  www.museum-wiesbaden.de

hbh

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