SELBSTWERT steigern – SICHERE Bindungen spüren … und Zugang zur eigenen GEFÜHLSWELT wiederfinden

4 Mrz
2019

Augenbonding in der Gruppe ist ein klassisches Mittel der Bonding-Psychotherapie • Bild: obs/pro psychotherapie e.V./Photographee.eu / fotolia.com

München – „pro psychotherapie e.V.“: Keiner kann die Zeit zurückdrehen, um traurige Beziehungs-Erfahrungen, vor allem aus der Kindheit, ungeschehen zu machen.

Negative Glaubenssätze wie „Ein Junge weint nicht“ oder „Du schaffst das nicht“ können auch in der Gegenwart oder im Erwachsenenalter noch überwunden werden. Eine Bonding-Psychotherapie ermöglicht es, Vertrauen neu zu lernen. Ursprünglich als Gruppentherapie entwickelt, wurde Bonding mittlerweile auch in Einzeltherapieformen überführt.

Die Methode unterstützt Klienten, sich anderen Menschen wieder zu öffnen und durch positive Erfahrungen im Miteinander sowie durch Berührungen Heilung zu erfahren. Ziel der erfolgreichen Methode, die in den 1960er- Jahren von dem US-amerikanischen Psychiater Daniel Casriel eingeführt wurde, ist dem Alltag von psychisch beeinträchtigten Menschen wieder hohe emotionale und soziale Lebensqualität zu vermitteln und sichere Bindungen einzuüben.

Wie Bonding in Gruppen- und Einzeltherapie aussehen kann, erläutert ein ausführliches Dossier von therapie.de. Insbesondere bei einer stationären Behandlung, aber auch bei der gemeinsamen Arbeit in mehrtägigen Workshops oder ambulanten Therapiegruppen, findet Bonding im Rahmen einer so genannten therapeutischen Gemeinschaft statt. Dabei bilden die Patienten in der Gruppe eine Gemeinschaft, in der sie sich auch außerhalb der Therapiesitzungen unterstützen. Auf diese Weise können sie im geschützten Umfeld der Gemeinschaft neue emotionale Erfahrungen machen und bisherige Gefühle, Denk- und Verhaltensweisen verändern.

In der Therapiegruppe sowie den teilweise ergänzenden Einzelangeboten ist eine vertrauensvolle und unterstützende Atmosphäre – sowohl zu den Therapeuten als auch zwischen den Mitgliedern der Gruppe – sehr wichtig. So wird ein offener und ehrlicher Austausch möglich. Unter Anleitung und Respektierung der jeweiligen Reaktionen wird starke Körpernähe und Gefühlskontakt aufgebaut. Dies geschieht entweder durch tatsächliche körperliche Nähe oder mittels Augenkontakt. Negative Erfahrungen werden ans Licht geholt und gemeinsam sowie in Einzelgesprächen verarbeitet. Danach werden eigene positive Botschaften an sich selbst entwickelt. – www.therapie.de

ots/gw

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