„Wer nicht aus LIEBE zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück“ …

19 Feb
2019

Bild: Unknown, Charles Michael Schwab, 1901, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… wußte schon Charles Michael Schwab (*18. Februar 1862 in Williamsburg, Pennsylvania / †18. Oktober 1939 in London, Vereinigtes Königreich), ein US-amerikanischer Industrieller und Stahlmagnat.

Charles M. Schwab entstammte einer deutschstämmigen römisch-katholischen Familie aus Williamsburg, Pennsylvania, wuchs aber in Loretto auf, das er zeitlebens als Heimatstadt ansah. In Pittsburgh suchte er eine Arbeitsstelle – und begann in Andrew Carnegies Stahlwerken … hier stieg er auf und wurde 1897 im Alter von 35 Jahren Präsident der Carnegie Steel Company. 1901 führte er die geheimen Verhandlungen zur Übernahme von Carnegie Steel durch eine Gruppe New Yorker Finanzleute, die von J.P. Morgan beeinflusst wurden. Nach der Übernahme wurde Schwab der erste Präsident der US Steel Corporation, die aus den früheren Besitztümern Carnegies gebildet wurde.

1903 trat er von seinem Posten zurück und wechselte zur Bethlehem Steel Company, die unter seiner Leitung zum größten unabhängigen Stahlerzeuger wurde. Er revolutionierte den Stahlbau und ermöglichte das Zeitalter der Wolkenkratzer: „Ich habe die ganze Sache durchdacht, und wenn wir pleitegehen, dann werden wir in großem Stil pleitegehen.“ – Der Erfolg dieses gewagten Schrittes gab Schwab recht, und das Unternehmen entwickelte sich zum zweitgrößten Stahlproduzenten der Welt. 

Schwab zog nach New York City um und ließ sich an der Upper West Side nieder, die damals als „falsche“ Seite des Central Parks angesehen wurde. „Riverside“ war das ambitionierteste Privathaus, das in New York City erbaut wurde. Der Bau des 75 Räume umfassenden Gebäudes verschlang 7 Millionen US-Dollar und vereinte architektonische Details von drei französischen Schlössern auf einem Stadtblock. Nach Schwabs Tod wies New Yorks Bürgermeister Fiorello LaGuardia den Vorschlag zurück, Schwabs Wohnhaus zum Amtssitz des Bürgermeisters zu machen, weil er das Gebäude für zu großzügig hielt.

Schwab galt als risikofreudig und war auch umstritten. In den Anfangsjahren des Ersten Weltkrieges umging er die Gesetze, welche die Vereinigten Staaten zur Neutralität verpflichteten, indem er Güter über Kanada schleuste. Nach dem Kriegseintritt der USA wurde er als „Kriegsgewinnler“ beschuldigt, später rehabilitiert. Sein lukrativer Vertrag zur Stahllieferung für den Bau der Transsibirischen Eisenbahn wurde abgeschlossen, nachdem er der Geliebten des russischen Großfürsten Alexei Alexandrowitsch Romanow ein Halsband im Wert von US-$ 200.000 schenkte. Thomas Alva Edison bezeichnete ihn einmal als „master hustler“.

Schwab führte ein Leben auf der Überholspur, das durch prächtige Partys, das Spielen um hohe Geldsummen und eine Reihe von Liebschaften, aus denen zumindest ein uneheliches Kind hervorging, gekennzeichnet war. Er wurde endgültig eine international bekannte Berühmtheit, als er im Januar 1901 die Bank des Spielkasinos von Monte Carlo sprengte. Seine Reisen unternahm er in einem eigenen Eisenbahnwaggon, den er „Loretto“ taufte. Der Waggon befindet sich heute in einem Eisenbahnmuseum in Altoona, Pennsylvania. Noch vor der Weltwirtschaftskrise hatte Schwab einen Großteil seines Vermögens ausgegeben. Seine Affären und das uneheliche Kind belasteten seine Beziehung zu seiner Ehefrau.

Der Schwarze Freitag von 1929 vervollständigte, was die Jahre der Völlerei begonnen hatten. Den Rest seines Lebens verbrachte er in einem kleinen Apartment. Zum Zeitpunkt seines Todes 1939 war sein Anteil an Bethlehem Steel praktisch wertlos, weil das Unternehmen bankrott war, und Schwab hatte mehr als 300.000 US-Dollar Schulden. Einige Jahre später wurde Bethlehem Steel mit Aufträgen für Kriegsmaterial überhäuft und erneut rentabel.  –  (Wikipedia)

-gw

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