Generationswechsel – Bis Ende 2020 suchen 227.000 Mittelständische Unternehmen einen Nachfolger!

10 Feb
2019

Frankfurt am Main – Der bevorstehende Generationenwechsel bleibt ein Dauerthema in den Führungsetagen des deutschen Mittelstands. Die Zahl der Chefs, die für ihre Firma einen Nachfolger suchen, ist weiter auf hohem Niveau.

Das zeigt eine aktuelle Analyse von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels (Vorjahresuntersuchung: 236.000). Erfreulicherweise wächst parallel das Bewusstsein der Unternehmenslenker, sich den Herausforderungen des bevorstehenden Generationenwechsels frühzeitig zu stellen.

Noch nie haben sich mehr von ihnen mit den möglichen Optionen bei einem altersbedingten Rückzug aus der Firma beschäftigt (59% gegenüber 55%). Auch die Zahl der bereits gesicherten Übergaben steigt – für etwa 141.000 kleine und mittlere Unternehmen ist absehbar, wer die Firma nach dem Rückzug des aktuellen Inhabers weiterführen wird (Vorjahr: 137.000).

„Dass das Nachfolgemanagement auf der Agenda der aktuellen Inhabergeneration ein ordentliches Stück nach vorne gerückt ist, freut mich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Derzeit sind etwa vier von zehn Chefs mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre. Für sie stelle sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit nach dem Fortbestand des Unternehmens: „Wenn man das wirtschaftliche Gewicht dieser Unternehmen beleuchtet, wird klar, dass vom Gelingen des Generationenwechsels viel abhängt. Allein die bis 2020 zur Übergabe anstehenden 227.000 Mittelständler sind Arbeitgeber für fast 2 Millionen Erwerbstätige und 76.000 Auszubildende. Sie investieren mit 9,3 Mrd. EUR etwa 2,4% aller Unternehmensinvestitionen hierzulande und zeichnen mit 283 Mrd. EUR für 6% der Gesamtumsätze des Mittelstands eines Jahres verantwortlich.“ …

Eine geordnete Übergabe erfordert in der Regel mehrere Jahre Planung, erst recht, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stammt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Unternehmenslenker nicht an ihren bisherigen Ruhestands- und Übergabeplänen werden festhalten können, ist groß. … Im Vergleich zur Lösung innerhalb der Familie bringt die externe Nachfolgesuche jedoch einige Herausforderungen mit sich. Nachfolgebörsen wie etwa die Online-Börse www.nexxt-change.org können hier eine hilfreiche Anlaufstelle sein. …

Neben dem Wunsch einer geregelten Unternehmensnachfolge sind geplante Geschäftsaufgaben der zweite große Block bei der Zukunftsbetrachtung von Unternehmen. Denn nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken plant tatsächlich die Fortführung seines Unternehmens. Aktuell ist für 16 % aller Inhaber eine Stilllegung der einzig denkbare Weg. Besonders Inhaber von Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern ziehen diese Variante häufig in Betracht (41%), für große Mittelständler ist eine Stilllegung nahezu keine Option (2 %). – Die vollständige Analyse von KfW Research zur Unternehmensnachfolge im Mittelstand finden Sie unter: www.kfw.de/fokus

ots/gw

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