WOFÜR BETEN DIE DEUTSCHEN ? – Dankbarkeit, Not-/Krisen-Situationen, christliche Feste …

1 Feb
2019

Bild: Pixabay

Wetzlar – Knapp die Hälfte der Deutschen betet – Notsituationen, Dankbarkeit und christliche Feste sind für viele Deutsche ein Grund zu beten.

Das hat eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) ergeben. Anlass war die Gebetswoche der Evangelischen Allianz (13. bis 20. Januar).

Demzufolge beten jeweils 27 Prozent in Not bzw. Krisensituationen sowie aus Dankbarkeit bzw. Freude. 16 Prozent sprechen mit Gott, „weil es fester Bestandteil meines Lebens ist“, und 15 Prozent anlässlich von christlichen Festen – etwa Weihnachten oder Ostern. Für die Erfüllung eines Wunsches beten 14 Prozent.

Ferner geht aus der Umfrage hervor, dass knapp die Hälfte der Deutschen betet (45 Prozent). 43 Prozent tun es nach eigenen Angaben nie, vier Prozent gaben an, es nicht zu wissen, und acht Prozent machten keine Angabe.

Auch unter den Mitgliedern der evangelischen Landeskirchen gibt es Menschen, für die das Gebet keine Rolle spielt: 30 Prozent der Befragten erklärten, dass sie nie beten. Unter Mitgliedern der katholischen Kirche liegt der Anteil bei 26 Prozent, unter Freikirchlern bei 12 Prozent. Am höchsten ist der Anteil bei den Konfessionslosen (72 Prozent). Freikirchliche Christen beten deutlich häufiger aus Dankbarkeit (62 Prozent) als landeskirchliche Christen (35 Prozent) und als Katholiken (39 Prozent).

Im Osten Deutschlands verzichten deutlich mehr Menschen auf das Gebet (63 Prozent) als im Westen (39 Prozent). Grundsätzlich beten Frauen (50 Prozent) häufiger als Männer (39 Prozent). An der Online-Befragung beteiligten sich 2.044 Personen ab 18 Jahren.

idea/gw

Beten heißt, sich Gott zuzuwenden. Das Gebet spielt nicht nur im Christentum eine große Rolle, sondern auch im Judentum und im Islam. Die einfachste Form des Gebets ist das Stoßgebet, zum Beispiel „Gott sei Dank“ und „Herr hilf“. Darin sind auch schon die beiden Grundformen des Gebets enthalten: Dank und Bitte. Hinzu kommt das Lob Gottes.

Beten kann jeder auf seine Weise – mit eigenen Worten oder mit den Worten bekannter Gebete, wie dem Vaterunser. Es gibt viele Anlässe und Gründe für persönliche Gebete. Man kann Fürbitten-Gebete für Kranke und Leidende sprechen oder Dank-Gebete für all das Schöne in der Welt.

Fürbitten sind fester Bestandteil von Gottesdiensten – sie zeigen: Menschen schauen über ihren Tellerrand hinaus und kümmern sich im Gebet um die, die in Not sind. Gebete können den Tag strukturieren, zum Beispiel in Form von Tischgebeten oder Nachtgebeten mit Kindern. Solche Gebete machen deutlich, dass jeder Tag ein Geschenk Gottes ist. 

EKD/gw

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