Institution von WELTRANG … International renommierte Frankfurter STÄDELSCHULE wird offiziell Hochschule des Landes Hessen

3 Jan
2019

Städelschule Hauptgebäude • Bild: MarieEgger [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], von Wikimedia Commons

Frankfurt am Main – Autonomie gewährleistet: Mit dem Jahreswechsel erweitert sich der Kreis der hessischen Hochschulen: Zum 01. Januar 2019 wird die international renommierte Frankfurter Städelschule offiziell 14. Mitglied.

Bereits seit 2016 hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst seine Unterstützung für die Städelschule sukzessive gesteigert, ab 2019 erhält die Hochschule über 4,2 Millionen Euro jährlich. Die nun vollständige Übernahme der Hochschule durch das Land Hessen bedeutet auch eine Entlastung des Etats der Stadt Frankfurt, die die Städelschule bisher ausschließlich finanzierte.

„Die Städelschule ist als traditionsreiche Institution von Weltrang ein bedeutender Gewinn für die hessische Hochschullandschaft, über den ich sehr glücklich bin und an dem wir lange gearbeitet haben. Mit der Städelschule wird das Lehrangebot in der ‚Freien Kunst‘ großartig ergänzt. Hier treffen internationales Flair und intensive Lehre aufeinander: Die geringe Anzahl von etwa 115 Studierenden der Bildenden Kunst, etwa 60 Studenten der Architektur und etwa 30 der „Curatorial Studies“ ermöglichen eine sehr direkte Auseinandersetzung mit den Lehrenden,“ betont Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein.

Die Städelschule geht auf eine großzügige Stiftung von Johann Friedrich Städel aus dem Jahre 1817 zurück. Der Frankfurter Bankier schuf die Voraussetzungen zur Gründung des Städelschen Kunstinstituts. Mit einer Ausbildungsstätte für junge Künstler, die sich durch Talent auszeichneten, verband er eine der Öffentlichkeit zugängliche Kunstsammlung. Im Laufe der Zeit haben sich aus diesem Institut zwei Bereiche entwickelt: Das Städel Museum und die Städelschule.

International erfolgreiche Künstler wie Max Beckmann oder Jörg Immendorf lehrten hier. Auch die aktiv Lehrenden sind renommierte Persönlichkeiten aus der internationalen Kunstszene – wie zum Beispiel Professorin Haegue Yang oder Professor Tobias Rehberger.

Rektor der Städelschule Philippe Pirotte: „Wir sind sehr froh darüber, dass die Autonomie der Städelschule mit dem Trägerwechsel im Hessischen Hochschulgesetz verankert worden ist. Denn um offene Räume zu schaffen, in denen freie Kunst passiert oder unterrichtet wird, braucht es eine absolute administrative Autonomie. Ich bin davon überzeugt, dass diese Autonomie nicht bloß kosmetisch gewährleistet werden kann. Sie bedeutet Eigenständigkeit im Sinne von Selbstverwaltung. Deshalb brauchen wir Strukturen, die das garantieren. Künstlerische Autonomie in der Hochschule bleibt eine leere Phrase, solange die Bedingungen ihrer Existenz nicht rechtlich definiert sind.“

https://staedelschule.de  –  https://www.staedelmuseum.de

hbh

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