American Way of Life … Optimismus und Aktivität … was ist geblieben? – 3sat zeigt „American Dream Stories“ am 22.10.2018

20 Okt
2018

Bild: Pixabay

Mainz Zum „American Way of Life“ gehören ein stark ausgeprägter Individualismus, Freiheitsliebe und das Streben nach irdischem Glück und Wohlstand (pursuit of happiness). Der amerikanische Lebensstil ist von Optimismus und Aktivität geprägt – und verbindet Ideale mit einer pragmatischen Einstellung.

Vom Lebensstil vieler anderer Nationen oder Weltregionen (z.B. Europa, Asien) unterscheidet sich der amerikanische way of life deutlich, auch wenn die meisten Amerikaner europäische Vorfahren haben. Es gibt zahlreiche Theorien darüber, welche Faktoren den ‚American Way of Life‘ begünstigt haben bzw. heute noch begünstigen.

Mehr als 45.000 Kilometer mit der Eisenbahn quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika: „American Dream Stories“ (Österreich, 2017) dokumentiert das vorbeiziehende Amerika – seine Hinterhöfe, Gärten und Industriezonen – und lässt Passagiere von ihrem Amerika erzählen. Der Dokumentarfilm von Thomas Zeller und Christine Lechner wird zur Bestandsaufnahme einer Nation, die vor 150 Jahren durch das Eisenbahnnetz aufgebaut wurde und sich heute infrastrukturell, wirtschaftlich und sozial auf dem Scheideweg befindet. – Was ist vom amerikanischen Traum geblieben?

3sat zeigt die Erstausstrahlung „American Dream Stories“ am Montag, 22. Oktober 2018 | 22:25 Uhr, in seiner „Dokumentarfilmzeit“.

Während einer Zugreise durch die USA erzählen die Mitreisenden von ihrem Leben und ihrem amerikanischen Traum. David, ein Mann im Pensionsalter, ist überzeugt im besten Land der Welt zu leben: „Hier in den Staaten zu leben ist einfach das Beste. Ich habe nie schlechte Erfahrungen gemacht, nichts Schlimmes, niemals. Es ist ein großartiger Ort. Tun, was man tun will, das ist genau meins. Das ist der amerikanische Traum.“

Doch seit Beginn der Finanz- und Bankenkrise 2008 ist das Einkommen der jüngeren Bevölkerung in fast allen Branchen gesunken, während die Preise für Bildung, Wohnen und Krankenversicherung kontinuierlich gestiegen sind. Nüchtern und resigniert zeigt sich der 30-jährige Carl: „Heute ist vom amerikanischen Traum nur geblieben, dass man versucht zu überleben.“ Das Geld reiche oft nicht aus: „Wenn du im Bundesstaat New York nur den Mindestlohn verdienst, müsstest du mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiten, um ein Apartment mieten zu können. Da sind kein Essen, Auto oder Treibstoff, um zur Arbeit zu kommen, mitgerechnet.“

Auch den Vater von Darren hat es schwer getroffen. Obwohl er sein gesamtes Arbeitsleben lang in das Versicherungssystem einbezahlt hat, ist er im Alter verarmt und obdachlos – seine Krankheit und die damit verbundenen hohen Selbstbehalte haben ihn in die Armut getrieben. – 3sat – das Programm von ZDF, ORF, SRG und ARD  –  www.3sat.de

ots/gw

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