OPFER ZU SCHÜTZEN – Das ist die Wende! … Annette Schavan fordert tiefgreifende Veränderungen innerhalb der katholischen Kirche

26 Sep
2018

Annette Schavan • Bild: von Laurence Chaperon [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Berlin – Im ‚Inforadio rbb‘ hat die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan die Fälle von sexueller Gewalt in der katholischen Kirche als schwerwiegenden Vertrauensbruch bezeichnet.

Zudem forderte Schavan Veränderungen innerhalb der Kirche: „Die Bedingungen für den Machtmissbrauch, für den Gewissensmissbrauch, dürfen nicht so gut sein, wie sie anscheinend bislang waren. Es braucht tiefgreifende Veränderungen, die das Klima in der Kirche anders werden lassen als es in der Vergangenheit war.“

Weiter sagte Schavan, bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen habe die Kirche zu stark die Frage in den Vordergrund gestellt: Wie schützen wir die Kirche? Schavan betonte, wenn Kardinal Marx nun von einer Wende spreche, dann müsse das auch heißen:

„Wenn Vorwürfe da sind, dann geht es […] überhaupt nicht darum, die Kirche zu schützen, sondern sich der Opfer anzunehmen, Opfer zu schützen, sich mit deren Situation zu beschäftigen. Das ist die Wende.“

Schavan verteidigte die katholische Kirche im Inforadio gegen Vorwürfe, die Kirche sei an einer Aufklärung nicht interessiert: „Dann hätten sie die Studie nicht in Auftrag geben brauchen.“

Mindestens 3.677 Kinder und Jugendliche wurden seit 1946 zu Missbrauchsopfern innerhalb der katholischen Kirche. Doch nur bei knapp sieben Prozent der Beschuldigten hat die Kirche Strafanzeige gestellt.

www.inforadio.de

ots/gw

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