„Odenwälder Kartoffelwochen“ sind beispielhaft für regionale Identität und nachhaltigen Tourismus

24 Sep
2018

Bild: Pixabay

Reichelsheim (Odenwald) – Gerade im Odenwald haben Dorf- und Regionalentwicklung eine lange Tradition. Seit 2002 setzt sich die Interessengemeinschaft Odenwald für die Belange ihrer öffentlichen und privaten Mitglieder ein.

Für diese Projekte steht der Region ein LEADER-Budget in Höhe von 2,36 Millionen Euro zur Verfügung.

„Regionale Besonderheiten spielen für die ländliche Entwicklung eine wichtige Rolle und können auch einen spürbaren wirtschaftlichen Effekt haben: Regionale Spezialitäten oder ein traditionelles Fest ziehen Besucherinnen und Besucher an und machen gleichzeitig die Region attraktiv für ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Die Odenwälder Kartoffelwochen sind hierfür ein gelungenes Beispiel“, sagte Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im  Hessischen Umweltministerium, bei der Eröffnung der 28. Odenwälder Kartoffelwochen in Reichelsheim. 

„Der  Hessischen Landesregierung ist die Entwicklung des ländlichen Raums ein wichtiges Anliegen. Auch im ländlichen Raum sollen attraktives Wohnen, ein lebenswertes Umfeld und Möglichkeiten zum Arbeiten vorhanden sein“, betonte Dr. Tappeser: „Wir wollen mit unseren Initiativen und Förderprogrammen Prozesse anstoßen und begleiten, welche die Balance von ökonomischer, ökologischer und soziokultureller Entwicklung wahren und Rücksicht auf Natur, Landschaft, Kultur und regionale Identität nehmen. Wichtig dabei ist, dass wir regionale Wertschöpfungsketten aufbauen und fördern, damit wir regionale Spezialitäten und Lebensmittel aus Hessen kaufen und genießen können.“

Seit Juni dieses Jahres ist der Odenwald gemeinsam mit den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie der Stadt Darmstadt eine von mittlerweile acht Ökomodellregionen in Hessen. „Der Ökolandbau bietet den schonendsten Umgang mit der Umwelt und erzeugt gesunde und leckere Lebensmittel. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen bio und regional einkaufen“, sagte Staatssekretärin Tappeser: „Unser Ökoaktionsplan zeigt Wirkung: Seit 2014 gab es einen Anstieg um 30 Prozent des Ökoanbaus. Das stärkt ebenfalls den ländlichen Raum und macht ihn zukunftssicher.“

Um den Tourismus im ländlichen Raum zu fördern, wurden in der laufenden Legislaturperiode  circa 1,7 Millionen Euro investiert. Damit wurde zum Beispiel in den Werbe-Kampagnen Natur.Land.Hessen und #hessenüberrascht für jede Region Hessens ein wichtiges regionales Identitätsmerkmal in den Mittelpunkt gestellt.  Gemeinsam mit der Odenwald-Tourismus-Gesellschaft soll außerdem die weitere Profilierung der Region vorangebracht werden.

Zusätzlich wurden Beratungsangebote für das Gastgewerbe gemeinsam mit der Hessen Agentur GmbH entwickelt und mit den Industrie- und Handelskammern auf den Weg gebracht. Für Kleinstunternehmen des Handwerks und des Handels steht seit 2017 ein spezielles Förderprogramm zur Verfügung, wenn diese  in Gründung, Qualität und Erweiterung investieren. „Erfreulicherweise profitieren auch ländliche Gastronomieangebote von dieser Förderung … sie zu erhalten und zu fördern ist uns wichtig, denn es geht um Investition in die Lebensqualität unserer ländlichen Regionen, die als Treffpunkt der Bürgerinnen und Bürger, Veranstaltungsort und für die touristische Entwicklung unverzichtbar ist“, erläutert Dr. Tappeser.

www.umwelt.hessen.de  –  www.twitter.com/UmweltHessen

-/gw

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