LIEBE für Singvögel wecken … das wunderbare Gezwitscher wird immer seltener: ‚Lande nicht auf dem Teller, kleiner Freund!‘

22 Sep
2018

Bild: Rotkehlchen, Foto: iStock/W. Marck

Berlin – Leimruten und Netze gefährden unsere Zugvögel! Die Mittelmeerinsel Zypern ist eine der wichtigsten Rastplätze unserer Zugvögel. Auf ihrem Weg von oder in die Winterquartiere können sie sich hier nach ihrer langen und kraftraubenden Reise erholen. Zumindest sollte es so sein.

Leider gelten nach wie vor Pirol, Rotkehlchen und Co. auf Zypern als Delikatesse. Trotz Jagdverboten werden hier mit Leim bestrichene Ruten und riesige Fangnetze aufgestellt. Die Tiere sterben einen qualvollen Tod, um dann gegrillt oder eingelegt zu werden.

Es ist kaum zu fassen: Wir erleben in Deutschland ein massives Vogelsterben; das so gewohnte Gezwitscher wird immer seltener. Und dann landen auch noch Millionen von Vögeln jedes Jahr auf den Tellern angeblicher Feinschmecker. Gegen diesen brutalen Vogelmord will NABU vorgehen. Wo Vogeljäger nicht hineinkommen, können sie auch nicht ihre brutalen Fanganlagen aufbauen. NABU hat mit der Umsetzung seines Plans bereits begonnen und konnte mit der ‚Schwesterorganisation BirdLife Zypern‘ die ersten zehn Hektar Land langfristig pachten.

„Wir setzen uns schon seit Jahren dafür ein, diese grauenvolle „Tradition“ zu beenden und Zyperns Vogeljäger dingfest zu machen. Gemeinsam mit unserer Schwesterorganisation BirdLife Zypern konnten wir bereits Camps für unsere ehrenamtlichen Retter einrichten, die nach illegalen Ruten und Netzen fahnden. Zudem befinden sich dank vieler Spender schon stolze 10 Hektar Land in unserer Obhut. Wir konnten langfristige Pachtverträge abschließen, um sichere Rettungsinseln für unsere Zugvögel zu schaffen. Dieses einzigartige Refugium bietet den erschöpften Tieren sicheren Schutz vor Jägern und ausreichend Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen,“ betont NABU-Präsident Olaf Tschimpke … und fügt ergänzend hinzu:

„Um wirklich viele Vögel retten zu können, brauchen wir noch bedeutend mehr Land. Zudem muss das Gebiet, über das wir wachen, renaturiert werden. Wir pflanzen heimische Beerensträucher und legen kleine Gewässer an, so dass sich unsere durchziehenden Gäste richtig wohlfühlen können. Unsere Rettungsinseln bieten aber nicht nur Vögeln Schutz, sondern tragen auch dazu bei, das Bewusstsein der Menschen vor Ort zu verändern. Durch Führungen soll gerade der jungen Generation die Schönheit der Natur nahegebracht und ihre Liebe für Singvögel geweckt werden. Helfen Sie mit Ihrer Spende und sorgen Sie mit uns für sichere Rastplätze für unsere Zugvögel. Dafür danke ich Ihnen herzlichst!“  –  www.NABU.de

NABU/gw

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