Vom Schulhof ins Künstleratelier … Mit „Das fliegende Künstlerzimmer“ möchte die Crespo Foundation „Menschen stark machen“

10 Sep
2018

Bild: Crespo Foundation

Frankfurt am Main – Kinder und Jugendliche sind unglaublich kreativ und wollen gestalten. Damit dies gelingt, müssen sie in ihrer Kreativität auch gefördert werden. Am besten dort, wo sie einen Großteil ihrer Zeit verbringen – nämlich in der Schule.

Warum also nicht einfach Kunst und Kultur direkt zu den Kindern auf den Schulhof bringen – dachte sich die Crespo Foundation – und hat gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM) und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) sowie dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der IGS Wollenbergschule Wetter im Schuljahr 2018/2019 „Das fliegende Künstlerzimmer“ auf die Beine gestellt … ein bislang einmaliges Format der Kulturellen Bildung. – „Wir freuen uns, mit dem fliegenden Künstlerzimmer auch einen inhaltlichen Beitrag zur kulturellen und ganzheitlichen Bildung an unseren Schulen leisten zu können“, betont die Landrätin für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, Kirsten Fründt.

Nun „fliegt“ ein eigens dafür entworfenes mobiles Künstleratelier auf den Schulhof der IGS Wollenbergschule im mittelhessischen Ort Wetter, wo es für ein gesamtes Jahr als „Das fliegende Künstlerzimmer“ gastiert. Darin wohnt und arbeitet der Künstlerstipendiat Jan Lotter als Artist-in-Residence und öffnet an drei Tagen in der Woche sein „Haus“ für die SchülerInnen der IGS Wollenbergschule: „Mir geht es letztendlich darum, neue Sichtweisen zu ermöglichen, dabei nicht didaktisch zu sein und dies so zu gestalten, dass sich sowohl Schülerinnen und Lehrerinnen als auch Menschen aus der direkten Umgebung davon angesprochen fühlen.“

In enger klassen- und fächerübergreifender Zusammenarbeit mit den Lehrer/-innen der Schule entwickelt Jan Lotter künstlerische Ansätze, um den Kindern und Jugendlichen neue ästhetische Perspektiven auf die Lehrinhalte zu eröffnen. Gleichzeitig möchte er die regionale Kulturlandschaft zum lebendigen Austausch in „Das fliegende Künstlerzimmer“ einladen und damit die Schule kommunal und kulturell vernetzen. Von den Architekten Prof. Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller als ästhetisch und funktional attraktive Modul-Architektur in Holzbauweise entworfen, wird „Das fliegende Künstlerzimmer“ so zu einem einladenden und inspirierenden außerschulischen Ort mitten auf dem Schulhof.

Ganz im Sinne ihres Mottos „Menschen stark machen“ möchte die Crespo Foundation mit „Das fliegende Künstlerzimmer“ – gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern – ein Programm der Kulturellen Bildung begründen, das die kulturelle Schulentwicklung hessenweit langfristig vorantreibt – und das insbesondere auch im ländlichen Raum realisiert werden kann. Gleichzeitig fördert „Das fliegende Künstlerzimmer“ Künstler/-innen dabei, während ihrer Zeit als Artist-in-Residence eigene künstlerische Projekte zu realisieren und parallel dazu ihre Kompetenzen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule weiterzuentwickeln.

Das HKM unterstützt das Projekt durch besondere Fortbildungsformate sowie eine Prozessbegleitung. So wird die Schule etwa ins Netzwerk der kulturell aktiven Schulen aufgenommen und erhält dadurch die Möglichkeit, an besonderen Angeboten teilzunehmen, oder pädagogische Tage durchzuführen. Mit dem Ziel, mehr jungen Menschen die Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen, fördert das HMWK den/die Künstler/-in über ein Arbeitsstipendium in Höhe von monatlich 2.000 Euro sowie einen Material- und Aufwendungszuschuss von jährlich 6.000 Euro.

„Die Verzahnung des Schullebens mit dem Künstlerleben – das ist eigentlich die Idee und das ist auch das Besondere an dem Projekt“, erklärt der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz. Und Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst betont: „Das fliegende Künstlerzimmer ist ein bestechendes Instrument, um Kultur aus dem Ballungsraum in den ländlichen Raum hinauszubringen.“ – „Der Crespo Foundation war es wichtig, einen Raum zu schaffen, der ganz vom Künstler her gedacht ist – einen Raum für seine eigene künstlerische Entfaltung sowie für die Entwicklung und Erprobung neuer Konzepte der Kulturellen Bildung an Schulen“, so Ulrike Crespo, Gründerin der Crespo Foundation.

Weitere Informationen unter:  www.crespo-foundation.de

-/gw

Bitte besuchen und liken Sie auch unseren Facebook-account

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben