Einzigartige Erfolgsgeschichte: „Kulturfonds Frankfurt RheinMain“ feiert 10-jähriges Jubiläum mit stolzer Bilanz

3 Sep
2018

Bad Homburg vor der Höhe – In keinem anderen Bundesland gibt es eine vergleichbar schlagkräftige Kooperation von Land, Kreisen und Kommunen mit dem gemeinsamen Ziel der Kulturförderung. Vor zehn Jahren nahm der „Kulturfonds Frankfurt RheinMain“ seine Arbeit auf.

Bei der Gründung des Kulturfonds standen zwei wesentliche Aspekte im Vordergrund: Frankfurt-Rhein-Main sollte kulturell gegenüber einer globalen Konkurrenz der Standorte gestärkt und international sichtbar gemacht werden. Zum anderen sollten sich die kulturellen Akteure der Region besser vernetzen und die Kosten für das Kulturangebot – deren Hauptlast vor allem auf Frankfurt lag – gerechter verteilt werden. Dieses Konzept ist voll aufgegangen:

Von 2008 bis heute sind rund 51 Millionen Euro in fast 400 Vorhaben geflossen. Der Fonds hat nicht nur Leuchtturmprojekte von internationaler Spitzenqualität gefördert, die ohne seine finanzielle Unterstützung nicht zustande gekommen wären – sondern er hat ebenso auch kleinere, experimentelle Kunstaktionen, regionale Kooperationen verschiedener Kunstsparten mit überregionaler Strahlkraft ermöglicht.

Anlässlich der Jubiläumsfeier sagte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Zehn Jahre Kulturfonds Frankfurt-RheinMain – das ist eine Erfolgsgeschichte einer in Deutschland einzigartigen Förderinstitution. Die bereits starke Position der Region ist weiter gefestigt und sichtbarer geworden. Außerdem haben sich die Akteure in der Region erst richtig kennengelernt. Das erworbene Wissen um die qualitätvolle Arbeit der anderen hat die vormalige Nabelschau abgelöst, an die Stelle des lokalen Kirchturm-Denkens ist ein kultureller Zusammenhalt getreten.“

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain basiert auf einer freiwilligen Kooperation. Bei der Gründung waren das Land Hessen, Frankfurt, Darmstadt, der Hochtaunuskreis und der Main-Taunus-Kreis als Eigentümer dabei. Später traten auch Hanau und Wiesbaden der Beteiligungsgesellschaft bei. Inzwischen sind auch Bad Vilbel, Offenbach und Eltville als Kooperationspartner dabei. Das Land trägt 50 Prozent des Budgets. Die Förderentscheidungen orientieren sich ausschließlich an den jeweiligen Anträgen und deren Qualität. Für den Erfolg dieser Fördereinrichtung wichtig ist, dass es keinerlei Quoten für die Eigentümer gibt, die die jeweiligen Einnahmen und Ausgaben in irgendeine Relation stellen würden. Ein hochkarätig besetztes Experten-Kuratorium spricht vielmehr Förderempfehlungen aus.

„Diese erfolgreiche Strategie wollen wir fortsetzen, uns neuen Herausforderungen, Allianzen und Themen stellen und weiterhin spannende Schwerpunkte in der Programmgestaltung entwickeln“, kündigte Rhein an. Gemeinsam solle es auch in Zukunft gelingen, mit dem Kulturfonds einen verlässlichen Partner und Unterstützer für die Kulturschaffenden und die Kulturinstitutionen zu stellen.

Grundlage für die Fördertätigkeit des Kulturfonds ist eine Finanzierungsvereinbarung zwischen den Gesellschaftern. Nach dieser zahlen die Städte als Gesellschafter derzeit zwei Euro pro Bürger und Jahr ein, die Landkreise 1,60 Euro pro Bürger und Jahr; das Land Hessen verdoppelt diesen Betrag. In den ersten zehn Jahren seiner Tätigkeit hat der Kulturfonds für Kunst und Kultur insgesamt rund 51 Millionen Euro bewilligt. Erfolgreicher Geschäftsführer ist seit 2013 Dr. Helmut Müller, Wiesbadens ehemaliger Oberbürgermeister.  –  www.kulturfonds-frm.de

hbh

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