JUNG gegen ALT: Gedanken über den „Umweltschutz“ … „Früher kannten wir ihn nicht – das war auch gar nicht nötig!“

1 Sep
2018

 

Die Kassiererin an der Kasse im Supermarkt erinnert eine ältere Dame daran, beim nächsten Einkauf unbedingt ihre Einkaufstasche mitzubringen, denn Plastiktüten seien schlecht für die Umwelt.

„Da haben Sie recht“, entschuldigt sich die alte Dame, „ich war in Eile und habe sie leider zu Hause vergessen“.

Die Kassiererin erwidert: „Ja, wissen Sie, unser Problem ist nämlich, dass Ihre Generation sich keine Gedanken darüber macht, in welch schlechtem Zustand sie uns und den zukünftigen Generationen die Umwelt hinterlässt. Umweltschutz ist sicherlich ein Fremdwort für Sie!“ Die alte Dame antwortet: „Ja, das stimmt. Unsere Generation kannte keinen Umweltschutz – das war auch gar nicht nötig:

Sprudel- und Bierflaschen gaben wir an den Laden zurück, in dem wir sie gekauft hatten – von dort gingen sie an den Hersteller zurück, der die Flaschen reinigte, sterilisierte und wieder auffüllte, so wurde jede Flasche unzählige Male benutzt. – Milch holten wir beim Milchhändler in unserer eigenen Milchkanne ab. – Umweltschutz kannten wir nicht!

Für unsere Gemüseeinkäufe benutzten wir Einkaufsnetze, für den Resteinkauf Einkaufstaschen. Vergaßen wir sie, packte uns der Händler den Einkauf in braune Papiertüten, die wir Zuhause für viele Zwecke weiter verwendeten, z.B. zum Einpacken der Schulbücher. Nach Beendigung des Schuljahres wurden sie wieder eingesammelt und in gutem Zustand an den nachfolgenden Jahrgang weitergegeben.

Wir benutzten Treppen, denn Aufzüge oder Rolltreppen gab es nicht. Wir gingen zu Fuß die paar Schritte zum nächsten Lebensmittelgeschäft und stiegen in keinen 300 PS starken Geländewagen. Damals wuschen wir Babywindeln, weil es keine Einwegwindeln gab. Wir trockneten Wäsche nicht in einem Strom fressenden Trockner, sondern im Wind und auf der Wäscheleine. – Umweltschutz kannten wir nicht!

Unsere Kinder fuhren mit dem Bus, der Straßenbahn, dem Fahrrad oder gingen zu Fuß zur Schule. Einen 24-stündigen Taxiservice der Mutter mit einem 50.000 Euro teuren Auto gab es nicht. Kleidung der Kinder ging stets an die jüngeren Geschwister, denn neue Kinderkleidung konnten wir uns nicht leisten. Im Haus hatten wir ein einziges Radio und später einen kleinen Fernseher mit einem Bildschirm in Taschentuchgröße. In der Küche gab es keine elektrischen Geräte. Wasser tranken wir aus der Leitung und benötigten keine Plastikflaschen. Unsere leeren Schreibfüller wurden wieder mit Tinte gefüllt, anstatt neue zu kaufen. – Umweltschutz kannten wir nicht!

Als Polstermaterial für Päckchen oder Pakete benutzten wir alte Zeitungen, kein Styropor oder Plastik. Der Rasenmäher wurde mit der Hand geschoben, machte keinen Krach und Gestank. – „Fitnesstraining“ kannten wir nicht – wir benötigten keine Fitnessstudios mit elektrischen Laufbändern und anderem Energie-fressenden Unsinn … wir bewegten uns genug!

Bedenken Sie: Es ist traurig, wenn die junge Generation sich darüber beklagt, wie verschwenderisch wir früher gelebt haben, nur weil wir keinen Umweltschutz kannten? – Glauben Sie, wir Alten benötigen solche Belehrungen? – Und dann von einer Kassiererin, die noch nicht einmal das passende Wechselgeld herausgeben kann, ohne die elektronische Kasse zu befragen!“

-/gw

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