Fraport AG veräußert ihre Anteile am FLUGHAFEN HANNOVER – wichtiges Luftverkehrsdrehkreuz im Norden Deutschlands

8 Aug
2018

Außenansicht Hannover-Langenhagen • Bild: Fraport AG

Frankfurt am Main – Die Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide (Fraport AG) hat am 06. August 2018 eine Einigung zum Verkauf ihrer Anteile an der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH (FHLG) an die iCON Flughafen GmbH (iCON), eine Gesellschaft der iCON Infrastructure Gruppe, erzielt.

Nach dieser wird die Fraport AG ihre Gesellschaftsanteile in Höhe von 30 Prozent an der FHLG vollständig zu einem Preis von 109,2 Millionen Euro an iCON veräußern. Die FHLG ist die Betreibergesellschaft des Flughafens Hannover. Die Fraport AG hatte ihre Gesellschaftsanteile an der FHLG in zwei Schritten in den Jahren 1998 (20 Prozent) und 2003 (weitere 10 Prozent) erworben.

Die anderen Anteile an der FHLG in Höhe von 70 Prozent werden zu gleichen Teilen von der Stadt Hannover und der Hannoverschen Beteiligungsgesellschaft mbH (einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Landes Niedersachsen) gehalten. Der Abschluss der Transaktion steht noch in Abhängigkeit von der Ausübung der vertraglich geregelten Vorkaufsrechte der beiden Mitgesellschafter. Die Fraport AG geht aktuell davon aus, dass die Transaktion im Laufe der nächsten zwei Monate abgeschlossen wird.

„Schon seit geraumer Zeit hat es auf dem Markt großes Interesse am Erwerb unseres Anteils am Flughafen Hannover gegeben“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, die Anteilsveräußerung: „Dies zeigt, wie erfolgreich es Fraport gelingt, für unsere Beteiligungsflughäfen – wo auch immer auf der Welt wir sie betreiben – eine Wertsteigerung zu erzielen. Wir können dank unserer Erfahrung und Kompetenz an allen Standorten betriebliche Prozesse erfolgreich verbessern, die Infrastruktur modernisieren und die Aufenthaltsqualität steigern. Gleichwohl verfolgen wir bei unseren Beteiligungsflughäfen perspektivisch das Ziel, möglichst einen Mehrheitsanteil zu erwerben oder zumindest einen maßgeblichen Einfluss auf die jeweilige Betreibergesellschaft auszuüben.“

Der Flughafen Hannover verzeichnete zuletzt eine positive Verkehrsentwicklung. So konnten die Passagierzahlen im Jahr 2017 um 8,5 Prozent auf 5,9 Millionen Fluggäste gesteigert werden. Auch im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs verbuchte der Flughafen erneut einen Zuwachs im Passagieraufkommen um 7,8 Prozent auf knapp 2,8 Millionen Fluggäste (Juni 2018: 632.621 Passagiere, plus 10,2 Prozent). „Der Flughafen Hannover ist heute ein solides Wirtschaftsunternehmen mit einer aussichtsreichen Zukunft. Er hat sich zu einem wichtigen Luftverkehrsdrehkreuz im Norden Deutschlands sowohl im Passagierverkehr als auch im Frachtbereich entwickelt. Wir möchten uns an dieser Stelle bei unseren Mitgesellschaftern und der gesamten Region für die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanken und wünschen dem Flughafen Hannover weiterhin viel Erfolg“, ergänzte Fraport-CEO Dr. Schulte.

Auf Basis des aktuellen Buchwertes und der Erwartung, dass beide Mitgesellschafter ihre Vorkaufsrechte nicht ausüben, rechnet die Fraport AG aus dem Abschluss der Transaktion mit einem positiven EBT-Effekt in einer Größenordnung von circa 85 Millionen Euro. Von diesem Betrag werden rund 25 Millionen Euro auf das Konzern-EBITDA beziehungsweise -EBIT des laufenden Geschäftsjahres entfallen. Das Konzern-Finanzergebnis wird um rund 60 Millionen Euro positiv beeinflusst. Auch das Konzern-Ergebnis wird – unter Berücksichtigung anfallender Ertragssteuern – um circa 77 Millionen Euro positiv beeinflusst. – Der Vorstand der Fraport AG erwartet aufgrund des Verkaufs, die zu Beginn des Geschäftsjahres gegebenen Bandbreiten für das Konzern-EBITDA, -EBIT, -EBT und -Ergebnis im Gesamtjahr 2018 zu überschreiten. Der Zahlungsmittelzufluss wird sich bei Abschluss der Transaktion reduzierend auf die Netto-Finanzschulden des Konzerns auswirken.

www.fraport.de

-/gw

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