Entschlossenes politisches Handeln ist gefordert – Millionen Menschen sind zutiefst besorgt über ihre Zukunft und die unseres Planeten

4 Aug
2018

Bild: Gertrud E. Warnecke

Dieses Statement von Gro Harlem Brundtland, ehemalige norwegische Ministerpräsidentin, auf dem „World Economic Forum“ am 26. Januar 1989 in Davos, Schweiz, ist so aktuell wie damals und heute:

‚Auffallend an unserer Zeit sind die beispiellose Geschwindigkeit und die Reichweite der Veränderungen, die wir alle miterleben. Diese Veränderungen sind wahrscheinlich größer als jemals in der Menschheitsgeschichte.

Wir müssen ihnen ins Auge sehen, und was am wichtigsten ist: Wir müssen sie steuern. Folgen des Nichthandelns oder des falschen Handels können schon sehr bald unsere Zukunft bedrohen. Zum ersten Mal in der Geschichte sorgen sich Millionen Menschen auf der ganzen Welt nicht nur um ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder; sie sind zutiefst besorgt über die Zukunft des ganzen Planeten.

1987 formulierte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung in ihrem Bericht Unsere gemeinsame Zukunft eine dringende Warnung vor der Umwelt- und Entwicklungskrise. Das Bewusstsein dafür greift um sich. So ließ das Magazin „Time“ zum zweiten Mal in sechzig Jahren die Wahl seines „Mann des Jahres“ ausfallen, um zu betonen, dass  jetzt das „Jahr der gefährdeten Erde“ sei.

Auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene ist entschlossenes politisches Handeln gefordert. … Trotz all unserer technischen und wissenschaftlichen Triumphe gab es in dieser Welt noch nie so viele arme, beschäftigungslose Analphabeten wie heute. Nach wie vor leben wir in einem Umfeld, wo Überfluss dicht neben extremer Not herrscht, wo Verschwendung den Mangel überlagert, wo Missmanagement und extreme Ausbeutung unsere nackte Existenz bedrohen. …

Schon im Jahre 1972 sagte Indira Gandhi, Armut sei die schlimmste Umweltverschmutzung. Bis zum heutigen Tag ist die Armut in der Dritten Welt eine Quelle der Umweltzerstörung geblieben. In ihrem Kampf ums Überleben überfordern die Armen die Umwelt, weil ihnen keine andere Wahl bleibt.‘

In dem wichtigen Buch „Eine Welt für alle – Visionen von globalem Bewußtsein“ beschreiben große Visionäre und Akteure der Gegenwart (wie zum Beispiel Ervin Laszlo, Andrej Sacharow, Willy Brandt, Michail Gorbatschow, Karlheinz Böhm u.v.a.) in Originalbeiträgen ihre konstruktiven „Weltbilder“ und „Politischen Entwürfe“ für die vor uns liegenden Aufgaben (Horizonte Verlag, 1. Auflage 1990, ISBN 3-926116-20-X).

Gertrud E. Warnecke

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