MITEINANDER REDEN: US-Zölle untergraben transatlantische Beziehungen – VCI warnt vor Eskalation und schwerwiegendem Handelskonflikt

5 Jun
2018

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann • Bild: VCI

Frankfurt am Main Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI): Gesprächsfaden mit den USA nicht abreißen lassen! Die Einführung von US-Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Europäischen Union kritisiert VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann und warnt vor den Folgen:

„Die neuen US-Schutzzölle verstoßen gegen WTO-Recht. Sie sind unangebracht, da EU-Ausfuhren nicht die nationale Sicherheit der USA gefährden. Auch wenn die Chemie noch nicht direkt betroffen ist, sehen wir darin einen ersten möglichen Schritt in einen schwerwiegenden Handelskonflikt. Handel braucht immer einen verlässlichen Rahmen. Nationale Alleingänge und Abschottung führen in die Sackgasse“.

Das geschlossene Auftreten der EU und ihrer Mitgliedstaaten sei jetzt richtig und wichtig. Die angekündigten Gegenmaßnahmen der EU-Kommission seien nach dem einseitigen und unfreundlichen Schritt der USA notwendig.

„Im Sinne eines freien Welthandels setzen wir uns weiter dafür ein, dass parallel auch die Tür für Liberalisierungsschritte offen gehalten wird und der Gesprächsfaden mit den USA nicht abreißt. Der freie und faire Welthandel braucht gemeinsame Anstrengungen der bewährten Partner USA und EU“, betont Tillmann.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Die Branche setzte 2017 über 195 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 453.000 Mitarbeiter.

hbh

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