„Fürchtet Euch nicht“ – Evangelische Kirche setzt gegen zunehmende Ängste in der Gesellschaft den MUT

22 Apr
2018

Bild: EKHN/gobasil

Frankfurt am Main – Mit leuchtend grünem Motiv „Fürchtet Euch nicht“ kämpft die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gegen zunehmende Ängste in der Gesellschaft – und macht Menschen Hoffnung, besser mit den täglichen Ängsten umgehen zu lernen.

Dazu bekommen die rund 1,6 Millionen Mitglieder sogar eine Portion MUT direkt nach Hause geschickt. Ein Brief in hoffnungsvollem Grün an alle evangelischen Haushalte im Kirchengebiet setzt dabei auf Zuversicht und Courage gegen die grassierende Furcht. Motivation zur Entwicklung der aktuellen Aktion war auch der wachsende Populismus und politische Extremismus, der bewusst darauf abzielt, neue Ängste bei Menschen zu schüren.

Das aufwendig gestaltete Schreiben mit dem Außenaufdruck „Was kommt morgen“ enthält wertvolle Tipps zum praktischen Umgang mit Ängsten, gibt Hinweise auf Hilfsangebote und verweist auf die christlichen Traditionen als probates Mittel gegen die Verzweiflung. Daneben erzählen sechs Menschen hautnah, wie sie mit ihren Ängsten umgehen – wie z.B. eine Frau, die sich abends nicht mehr alleine in die Stadt traut, eine Flüchtlingshelferin, der vor Anfeindungen graut oder ein Pfarrer, der nicht mehr auf die Kanzel steigen konnte. Ergänzt wird der Brief durch ein humorvoll gemeintes Stimmungsbarometer, bei dem jeder seine aktuelle Gemütslage ablesen kann.

Mit Furcht keine Politik machen

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung machte bei der Vorstellung der Aktion in Frankfurt am Main auf die besondere Herausforderung im Umgang mit Ängsten aufmerksam. So würde die Angst in gesellschaftlichen und politischen Debatten oft bewusst geschürt: „Natürlich müssen Probleme benannt werden, um sie zu lösen. Aber es ist nicht gut, wenn Menschen unnötig Angst gemacht wird, um damit Politik zu machen.“ Aus christlicher Sicht sei es wichtig, „dass Menschen einen klaren Blick behalten und sich nicht von Angst beherrschen lassen“. So läge im christlichen Glauben eine besondere Kraft, die die Verunsicherungen ernst nehme aber dazu beitrage, „sich von Angst nicht gefangen nehmen zu lassen“. Der Glaube verweise auf Gott, „der größer ist, als alles, was uns Angst macht“. Dies könne helfen, Ängste zu überwinden oder mit ihnen besser zu leben, erklärte der Kirchenpräsident.

Vertiefende Informationen zur Aktion, persönliche Portraits, Interviews mit Experten und Hilfsangebote unter:  www.Mut-und-Angst.de  –  www.ekhn.de  –  und die sozialen Netzwerke unter dem  Hashtag: #MutundAngst

Seit 2012 versendet die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zwei Mal im Jahr einen Brief an alle Mitglieder mit einem Glaubens-Anstoß. Sie will mit der „Impulspost“ Themen, die für die Menschen und ihr Zusammenleben wichtig sind, mit einer besonderen christlichen Perspektive zu ihren Mitgliedern bringen.

ots/gw

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