Zum „Earth Day“ am 22. April: 40 Meter großer Wal als Sandgemälde auf SYLT macht auf Vermüllung der Meere aufmerksam

9 Apr
2018

Bild: Deutsche Umwelthilfe

Berlin / Sylt – Gigantischer Strandkunst-Protest gegen Plastik im Meer auf Sylt: Umweltministerin Svenja Schulze muss Meeresschutz umsetzen! 

Mit einem 40 Meter großen Wal als Sandgemälde machen die Deutsche Umwelthilfe und das Europäische Umweltbüro auf der Insel Sylt auf die Vermüllung der Meere durch Millionen Tonnen Plastik aufmerksam.

Wale leiden besonders stark unter PET-Flaschen, Plastiktüten und Wegwerfbechern in den Ozeanen. Die Aktion setzt im Vorfeld des Earth Days am 22. April ein Zeichen unter dem Motto „Stoppt die Plastikvermüllung – Deutsche Umwelthilfe fordert als Maßnahmen gegen die Meeresverschmutzung eine Abgabe auf Plastiktüten, eine Durchsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen, Pfandpflicht für alle Getränkeplastikflaschen sowie ein Verbot von Mikroplastik in Hygiene- und Putzmitteln.

Unsere Meere gehören inzwischen zu den dreckigsten Orten der Welt. In ihnen schwimmen schätzungsweise mehr als 150 Millionen Tonnen Kunststoff – mehr als 600 Tierarten sind davon direkt betroffen. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und die neue Umweltministerin Svenja Schulze aufzufordern, unsere Meere zu schützen, fand jetzt am Leuchtturm List-Ost auf der Insel Sylt eine riesige Strandkunst-Protestaktion statt. Ein 40 Meter großer Wal, der eine Plastikflasche aus dem Wasser kickt, wurde in eindrucksvoller Weise in den Sand gemalt.

Die Aktion wird vom European Environmental Bureau (EEB) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) organisiert und ist die zweite von insgesamt sechs Strand-Protestaktionen, die im Vorfeld des Earth Days am 22. April in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Portugal und den Niederlanden durchgeführt werden. Das diesjährige Motto des Earth Days lautet „Stoppt die Plastikvermüllung“ und wird von NGOs auf der ganzen Welt unterstützt. Alle Aktionen werden unter dem Hashtag #BreakFreeFromPlastic zusammengefasst.

Um die zunehmende Meeresvermüllung zu stoppen, muss die neue Umweltministerin Svenja Schulze dringend wirksame Schutzmaßnahmen umsetzen. Deshalb fordert die Deutsche Umwelthilfe eine Abgabe auf Einwegplastikflaschen und Tüten, die Umsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen, eine Pfandpflicht für alle Getränkeplastikflaschen sowie ein Verbot von Mikroplastik in Hygiene- und Putzmitteln.

„Um das Problem der Meeresverschmutzung wirklich in den Griff zu bekommen, müssen Abfälle in erster Linie vermieden werden. Weil Plastikflaschen den größten Anteil an Abfällen in den Meeren ausmachen, sollten Getränke in wiederbefüllbaren und abfallarmen Mehrwegflaschen angeboten werden. Die Mehrwegquote in Deutschland sinkt, deshalb muss die neue Umweltministerin Schulze die gesetzliche Mehrwegquote von 70 Prozent jetzt durchsetzen. Durch Sanktionsmaßnahmen, wie einer Abgabe von 20 Cent auf Plastikflaschen, können auch einwegorientierte Unternehmen wie Coca-Cola, Pepsi, Aldi und Lidl an den Umweltschutz herangeführt werden“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

„Plastiktüten stellen eine besonders große Gefahr für Meerestiere dar. Von ihnen werden in Deutschland jedes Jahr mehr als 3,8 Milliarden Stück verbraucht. Um dieses Umweltproblem endgültig zu beenden, muss Ministerin Schulze eine bundesweite Plastiktütenabgabe in Höhe von mindestens 22 Cent nach dem irischen Vorbild einführen“, fordert Thomas Fischer, Leiter der DUH-Kreislaufwirtschaft. In Irland konnte der Tütenverbrauch durch die Einführung einer Abgabe innerhalb weniger Jahre von 328 Stück pro Kopf und Jahr auf nur noch 16 reduziert werden.

Plastikmüll zerfällt über Jahre in immer kleinere Teile. Dieses sogenannte Mikroplastik gefährdet Wasserökosysteme, bindet Schadstoffe und gelangt über Fische und Muscheln auch in die menschliche Nahrungskette. „Kleine Plastikpartikel stecken vor allem in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln. Deshalb muss Mikroplastik als deren Bestandteil verboten werden. Die Schweden haben bereits vorgemacht wie es geht und kurzerhand Mikroplastik in Kosmetika untersagt“, sagt Fischer.

Informationen zum Meeresschutz: https://www.duh.de/meeresschutz/

ots/gw

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