HISTORISCHES MUSEUM mit Rekord-Besucherzahlen – „Stauferhafen“ / „Schneekugel“ und großes Frankfurt-Modell sind Highlights!

9 Feb
2018

Die „Schneekugel“ – ein wahrer Publikumsmagnet – Foto: Historisches Museum Frankfurt

Frankfurt am Main – Seit der Eröffnung des neuen Ausstellungshauses im Oktober 2017 haben sich die monatlichen Besucherzahlen verdreifacht: Waren es etwa 6.500 Besucher durchschnittlich pro Monat von Januar bis September, so waren es rund 18.500 von Oktober 2017 bis Ende Januar 2018.

„Die neuen Dauerausstellungen „Frankfurt Einst?“ und „Frankfurt Jetzt!“ und die Highlights Stauferhafen“ und „Schneekugel“ kommen bei den Besuchern ausgezeichnet an und erfüllen die Erwartungen des Museumsteams voll und ganz“, freut sich Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow. So regt das neu entwickelte Konzept der ‚Schneekugel‘ mit seiner ebenso ungewöhnlichen wie unterhaltsamen Modell- und Filmshow das Publikum zu lebhaften Gesprächen über die typischen Eigenschaften der Stadt Frankfurt an.

Was unterscheidet Frankfurt von anderen Städten? Die von acht Künstlern gestalteten Modelle zeigen die sehr unterschiedlichen Gesichter Frankfurts – wie „Bankfurt“, „heimliche Hauptstadt“, „ewige Baustelle“ oder „kriminelle Stadt“. In die Modelle wurden Szenen von prägenden Ereignissen, von Katastrophen und Glücksfällen beeindruckend integriert.

„Sowohl Frankfurterinnen und Frankfurter wie auch Touristen erhalten darüber einen emotionalen Zugang zur Stadt und ihrer Geschichte“, so Gerchow. Das gelingt auch mit dem großen Frankfurt-Modell im Ausstellungsbereich „Frankfurt Jetzt!“: Zusammen mit der „Schneekugel“ gehört es zu den Publikumslieblingen. Das 70 Quadratmeter große Modell beeindruckt vor allem durch die ungewöhnlichen Materialien und humorvollen Interpretationen.

Das riesige Frankfurt-Modell überrascht durch ungewöhnliche Materialien • Bild: Historisches Museum Frankfurt, Fotografin: Petra Welzel

Als echte Attraktion erweist sich auch der „Stauferhafen“. Die zwischen Saalhof und Eingangsgebäude liegende alte Hafenanlage hat sich erhalten, weil nach 1333 die Stadt erweitert wurde. Dabei wurde der Kai zugeschüttet und erst im Juni 2012 beim Ausheben der Baugrube entdeckt. Gebaut wurde der Hafen vermutlich zeitgleich mit der Pfalz der staufischen Könige, also in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Obwohl es im hochmittelalterlichen Europa viele Flusshäfen mit Kai-Anlagen gegeben haben muss, ist dies die einzige bekannte, in ihrer Originalsubstanz erhaltene Anlage, die jetzt prominent präsentiert wird. An zwei großen Touch-Monitoren, die dort aufgestellt sind, können Besucher Animationsfilme starten und die mittelalterliche Stadt Frankfurt mit dem Hafenfund erkunden.

Überhaupt trägt das Historische Museum den gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung mit einem breiten Spektrum von Online-Angeboten wohltuend Rechnung. In allen Kernbereichen des Museums sollen Besucher/-innen als User angesprochen und zur interaktiven Teilhabe an der digitalen Museumspraxis eingeladen werden. Eben User first! Seit Januar gibt es auch freies WLAN – etwas ironisch als „Januar-Wunder“ bezeichnet. Auf der Jahrespressekonferenz konnte der Museumsdirektor auch gute Nachrichten von den Freunden und Förderern vermelden: Rund 100 neue Mitgliedschaften sind seit der Eröffnung im Oktober hinzugekommen. Auch sind die Räumlichkeiten im Museum für die unterschiedlichsten Veranstaltungen sehr gefragt.

„Damenwahl! 1918/19 Frauen in die Politik“ lautet der Titel der ersten großen Sonderausstellung, die ab Ende August 2018 im Historischen Museum zu sehen ist. Die Schau thematisiert die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren. Es ist die einzige große Ausstellung in der Bundesrepublik zu diesem Thema – mit zahlreichen Leihgaben aus dem In- und Ausland bestückt. Bereits jetzt zeichnet es sich ab, dass die Ausstellung überregionale Beachtung finden und das Thema großes Interesse wecken dürfte.

Weitere Informationen unter:  www.historisches-museum-frankfurt.de

Bernd Heier

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