Im Januar haben Erreger Hochsaison – Alarmzeichen „hohes oder länger anhaltendes Fieber“ ernst nehmen!

10 Jan
2018

Bild: vilma3000 Fotolia

Berlin – Die Statistikkurve des Robert Koch-Instituts steigt zu Jahresbeginn zu ‚Infektionen mit Rhino- und Grippeviren‘ traditionell steil an. In den meisten Fällen ist eine Erkältung unangenehm, aber harmlos.

Wer an Grippe erkrankt, fühlt sich trotzdem in der Regel sehr krank. Bei ansonsten gesunden Menschen vergeht die Infektion im Durchschnitt nach fünf bis sieben Tagen. Hohes oder länger anhaltendes Fieber über zwei bis drei Tage kann jedoch auf Komplikationen hinweisen. Betroffene sollten per Blutuntersuchung die Fieberursache abklären lassen, rät das ‚Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF)‘.

Klettert der Wert auf dem Fieberthermometer bei Erwachsenen über 38 Grad Celsius, sprechen Mediziner von Fieber. Damit reagiert der Körper auf viele verschiedene Infektionen. Liegt bereits eine Erkältung oder eine Grippe vor, weist starkes Fieber jedoch häufig auf eine beginnende Lungenentzündung hin. Eine Blutprobe schafft Klarheit: Ist die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) zu hoch, weist dies auf eine Entzündung im Organismus hin.

Bestätigt sich im Zusammenspiel mit anderen Untersuchungen der Verdacht auf eine Lungenentzündung, erlaubt die Zahl der Leukozyten zudem Rückschlüsse auf die Art der Pneumonie. Die erhöhte Leukozytenzahl weist in der Regel auf eine von Bakterien verursachte Lungenentzündung hin. Lösen Viren die Erkrankung aus, bleibt die Anzahl der Leukozyten unauffällig.

Eine bakterielle Pneumonie muss mit Antibiotika behandelt werden. Vor der Entscheidung für einen entsprechenden Wirkstoff empfehlen Mediziner ein Antibiogramm. Dafür züchten Labormediziner aus einer Blutprobe eine Bakterienkultur an und bringen die Erreger mit verschiedenen antibiotischen Wirkstoffen in Kontakt. In der Petrischale zeigt sich, welches Antibiotikum die Infektion am wirksamsten bekämpft.

Weitere Informationen enthalten der Beitrag „Im Fokus Blut und Blutdiagnostik“ auf www.vorsorge-online.de sowie das IPF-Faltblatt „Blutsenkung und Blutbild“. Es kann kostenlos heruntergeladen werden.

hbh

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