Fenster auf, durch die Nase atmen und ausreichend trinken … mit ASTHMA gut durch die kalte Jahreszeit!

31 Dez
2017

Bild: CC0 Public Domain

Berlin – Winterliche Temperaturen und trockene Heizungsluft bereiten Asthmapatienten Probleme. Kälte und feuchtkalte Nebel verstärken die Symptome der chronischen Atemwegserkrankung zusätzlich und können bis zur Atemnot führen.

Was Lungenärzte empfehlen: Experten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) geben Tipps, wie Betroffene möglichst unbeschwert durch die kalte Jahreszeit kommen.

Diejenigen, die empfindlich auf blühende Pflanzen reagieren, haben im Winter eine entspanntere Zeit. Liegt der Auslöser in Tierhaaren oder Hausstaubmilben, können sich die Beschwerden während der kalten Jahreszeit sogar verschlimmern. „Die chronisch gereizten Bronchien von Asthmapatienten werden beim Wechsel zwischen trockenen, beheizten Räumen und frostiger Luft stärker strapaziert als bei milden Temperaturen“, erklärt DGP-Präsident Professor Dr. med. Klaus Rabe. Die Bronchien ziehen sich zusammen, sodass zu wenig Luft in die Atemwege gelangt. Bei einem Asthmaanfall verkrampft sich zudem die Atemmuskulatur. Akute Atemnot kann die Folge sein.

Wenn sich die Lungenfunktion im Winter verschlechtert, ist es möglich, nach Absprache mit dem Arzt die Medikamentendosis zeitweilig zu erhöhen. „Wichtig ist, dass die verschriebenen Mittel auch wirklich konsequent und nicht nur bei Bedarf eingenommen werden“, betont Rabe, der die LungenClinicGrosshansdorf leitet. Dazu gehöre das Basis-Medikament, ein Aerosol, das die Bronchien erweitert, und ein entzündungshemmendes Inhalierspray. Damit die Therapie mit dem Inhaliergerät auch erfolgreich ist, rät der DGP-Experte zu einer Schulung: „Untersuchungen zeigen, dass zwei von drei Patienten ihren Inhalator falsch benutzen, was den Behandlungserfolg verringert.“

Erkältungen und Atemwegsinfekte treffen Asthmapatienten häufiger und schwerer als lungengesunde Menschen. Gegen Grippe oder Pneumokokken-Infektionen schützen regelmäßige Impfungen. Wenn Erkältungssymptome auftreten, empfiehlt Rabe, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Eine frühe Behandlung, zum Beispiel mit inhalierbarem Kortison, könne eventuell eine Verschlimmerung verhindern.

Auch wenn die Kälte nicht dazu einlädt, sollten Asthmapatienten ihre Zimmer regelmäßig lüften und ausreichend trinken. Rabe ergänzt: „Grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung achten, Alkohol nur in Maßen konsumieren und Zigarettenrauch meiden.“ Auch moderate Bewegung im Freien könne helfen, die Lungenfunktion zu verbessern.

hbh

Bitte besuchen und liken Sie auch unseren Facebook-account

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben