Mögen Sie auch kein Denglisch? – Vorschläge zur Wahl der „Sprachwahrer des Jahres“ … Abstimmung endet am 31. Januar 2018

27 Dez
2017

Bild: Deutsche Sprachwelt

Erlangen – Das Satiremagazin „Der Postillon“ könnte „Sprachwahrer des Jahres 2017“ werden – das ist kein Witz … das teilte jetzt die DEUTSCHE SPRACHWELT mit.

Die Sprachzeitung ruft wieder mit einer Liste von Vorschlägen zur Wahl der „Sprachwahrer des Jahres“ auf. Die Abstimmung endet am 31. Januar 2018 – Stimmabgabe über: http://www.deutsche-sprachwelt.de/sprachwahrer/Formular/form.html

„Neun von zehn Schülern schreiben ‚Rentner‘ verkehrt herum“; „Feministinnen fordern Umbenennung von Mannheim in Menschheim“ – Mit solchen Schlagzeilen hat „Der Postillon“ über eine Million Leser gewonnen. Das Satiremagazin verstehe meisterhaft sein Sprachhandwerk, erklärte die Sprachzeitung. Es veröffentliche sprachkritische Meldungen, die so verrückt seien, dass sie schon wieder wahr sein könnten. Somit mache „Der Postillon“ auf sprachpolitische Fehlentwicklungen aufmerksam und rege zum Nachdenken über den Sprachgebrauch an.

Auf die Meldung „Aus ’seid‘ und ’seit‘ wird einheitlich ’seidt'“ fiel sogar der MDR herein. Auch die Anregung, es werde eine männliche „Endung „-er“ („Bäckerer“, „Polizister“) eingeführt, hielten viele für wahr. Ebenfalls zur Wahl steht die Académie française: Die Sprachakademie leitete eine Abkehr der französischen Politik von unverständlichen Gender-Schreibweisen ein. Damit gebe sie Deutschland ein Vorbild. Auf der Liste stehen außerdem der englische Schriftsteller John le Carré und der Schweizer Altphilologe Kurt Steinmann.

Le Carré ermuntert seine Landsleute zum Deutschlernen, während Steinmann mit viel Sprachgefühl Homers Ilias ins Deutsche übersetzte. Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann ist wegen ihres Einsatzes für die Schreibschrift vorgeschlagen. Schließlich ist ein Unbekannter nominiert: „Stellvertretend für all die Männer und Frauen, die mit Herzblut Tag für Tag ihre Schüler für die deutsche Sprache zu begeistern versuchen, schlagen wir den unbekannten Deutschlehrer vor.“

Seit 2000 bestimmen die Leser der DEUTSCHEN SPRACHWELT die „Sprachwahrer des Jahres“. Die Auszeichnung erhielten bisher etwa Miroslav Klose (2016), Loriot (2011), Benedikt XVI. (2005) und Reiner Kunze (2002).

www.deutsche-sprachwelt.de

ots/gw

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