Studie zur Volkskrankheit „RÜCKENSCHMERZEN“: Massive Einsparungen möglich!

11 Nov
2017

Die Volkskrankheit Rückenschmerzen ist teuer – Einsparpotenziale gibt es jedoch • Bild: FPZ

Köln – Jetzt dürfen Krankenkassen: Die Kosten für die Behandlung von Rückenschmerzpatienten lassen sich nachweislich senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue FPZ Studie mit dem passenden Namen „Einsparpotenziale bei Rückenschmerzen“.

Die Studie geht auf das Nutzenpotential der FPZ-Therapie (Forschung/Prävention/Zentrum) für Krankenkassen ein. Sie klärt über die am meisten genutzten Maßnahmen auf und eruiert Einsparungen durch den Einsatz dieser besonderen Therapie gegen Rücken- und Nackenschmerz.

Hintergrund: Die Volkskrankheit „Rückenschmerzen“ ist eine der kostenintensivsten Erkrankungen für Arbeitgeber und Krankenkassen überhaupt. Dabei kommen die Versicherer für Behandlungsmaßnahmen, stationäre Aufenthalte – oft in Verbindung mit einer Operation und Rehabilitationsmaßnahme –, Medikamente und das Krankengeld nach der sechsten Woche der Arbeitsunfähigkeit auf. Insgesamt verursachen Rückenschmerzpatienten den Krankenkassen Kosten von etwa neun Milliarden Euro pro Jahr [1] .

Methodik der Untersuchung: Für die aktuelle Studie haben die Wissenschaftler Fragebögen zur Cost-Benefit-Analyse (CBA) zu 28.007 Rückenschmerzpatienten aus 275 Rückenzentren aus dem ganzen Bundesgebiet ausgewertet. Der Erhebungszeitraum lief von 2010 bis 2016. Das dazugehörige Studienhandout gibt Auskunft über die genaue Methodik der Erhebung und liefert weitere wissenschaftlich relevante Details sowie zahlreiche Grafiken.

Reduzierung aller tangierten Kostenfaktoren: Als auswertbare Parameter für die Kostenträger behandelt die Untersuchung Maßnahmen wie Krankengymnastik, Massagen, Packungen sowie Elektro- und Wärmebehandlungen. Außerdem haben die Wissenschaftler die Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage), die Tage mit stationärem Aufenthalt in Kliniken und Krankenhäusern sowie die Anzahl der Medikamenten-Monatsdosen betrachtet. Das erfreuliche Ergebnis: In allen Kosten-verursachenden Parametern führt die FPZ-Therapie zu einer Kostensenkung, da u.a. die Inanspruchnahme der weiteren Maßnahmen durch die Therapie verringert wird. Zwei Beispiele:

  • Beispiel Massagen: Lag die Verordnung von Massagen in den drei Monaten vor der Therapie noch bei knapp 30 Prozent, sank diese durch die Teilnahme an der Therapie auf nur noch gut 6 Prozent.
  • Beispiel AU-Tage: Während in den drei Monaten vor der Therapie etwa 80 Prozent der Patienten wegen Rückenbeschwerden wenigstens einmal krankgeschrieben waren, kamen zum Zeitpunkt der Abschlussanalyse schon 61 Prozent der Rückenschmerzpatienten ohne Arbeitsunfähigkeitstage aus.

Fazit: Neben der nachgewiesenen Wirksamkeit der FPZ-Therapie [2] belegen u.a. die Reduktion der therapeutischen und medizinischen Maßnahmen sowie die Verringerung der AU-Tage-Quote das signifikante Einsparpotenzial für Kostenträger. Nahezu jede Krankenkasse könnte durch den Einsatz der FPZ-Therapie künftig Kosten einsparen. Mehr als 50 Kassen haben dies bereits erkannt und ermöglichen ihren Mitgliedern durch die Übernahme den Zugang zur analyse- und gerätegestützten Therapie gegen chronische oder wiederkehrende Rücken- und/oder Nackenschmerzen.

[1] Gesundheitsberichterstattung des Bundes (2012) Rückenschmerzen. Heft 53, Robert Koch-Institut, Berlin.

[2] Bei 93,5% der Teilnehmer verbessern sich die vorhandenen Rücken- und Nackenschmerzen nach dem 3-monatigen Aufbauprogramm. Quelle: Denner A.: Analyse und Training der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York (1998).

www.fpz.de

mynewsdesk/gw

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