Nico Rosberg: ‚Mein grünes Bewusstsein wächst immer noch … Digitalisierung, autonomes und vernetztes Fahren werden unser Leben verändern …‘

31 Okt
2017

Bild: obs/TERRITORY

Hamburg – Der Ex-Rennfahrer ist Titelheld der diesjährigen „Grünen Ausgabe“ und spricht im Exklusiv-Interview mit DB MOBIL, dem Magazin der Deutschen Bahn, über das Ende der Verbrennungsmotoren und seine Ökobilanz.

Danach gefragt, ob Verbrennungsmotoren verboten werden sollten, sagt der Ex-Rennfahrer und amtierende Formel-1-Weltmeister: „Ja, früher oder später wird es auch so kommen. In manchen Ländern dürfen Verbrenner bald nicht mehr verkauft werden. Großbritannien will ab 2040 den Verkauf von Verbrennungsmotoren verbieten. Wir müssen uns mittelfristig also alle umstellen.“

Dem zweifachen Vater ist Umweltschutz schon länger ein Anliegen. Seine persönliche Ökobilanz? Schaut noch gemischt aus: „Mein grünes Bewusstsein kam nicht auf einmal, sondern es wächst immer noch. Wir haben unseren eigenen Garten, wo wir Gemüse anbauen. Wir kaufen stets im Bioladen ein, meist lokale Produkte. Meine Frau Vivian ist in Umweltfragen konsequenter als ich. Manchmal schimpft sie mit mir. Weil ich mal das Wasser laufen lasse. Und sie sagt: Jeder Schritt zählt. Da hat sie natürlich recht.“

Um für sich herauszufinden, was er in Zukunft beruflich machen möchte, ist Nico Rosberg auch ins Silicon Valley gereist. Er war beeindruckt von der Stehaufmännchen-Qualität der Amerikaner: „In Deutschland und Europa dominiert noch zu oft die Angst vorm Versagen. Unsere europäische Gesellschaft schaut auf Menschen, die finanziell scheitern, herab. Schauen Sie sich an, was mit Boris Becker gerade passiert. Wenn im Silicon Valley jemand finanzielle Probleme hat, ist das kaum der Rede wert. Dort geht fast jeder mal pleite.“

Der Ex-Rennfahrer ist der neue Markenbotschafter der Deutschen Bahn. Wie das zu einem Formel-1-Weltmeister passt? Perfekt, sagt Rosberg: „Uns verbindet die Liebe zur Mobilität. Mich treibt um, wie wir Menschen uns in zehn, in 20 Jahren von A nach B bewegen. Die Digitalisierung, das autonome und vernetzte Fahren werden unser Leben verändern – und nebenbei die Umwelt verbessern.“

Nico Rosberg ist nicht der einzige, den das Thema Nachhaltigkeit und Ökologie beschäftigt. In der aktuellen Spezialnummer der DB MOBIL beschreibt etwa Moderator Ranga Yogeshwar, wie wir mit kleinen Apps große Veränderungen im Klimaschutz bewirken können. DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz erklärt im Interview, wie die Bahn ihr neues Klimaschutzziel erreichen will, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mehr als die Hälfte im Vergleich zu 2006 zu reduzieren. Außerdem wirft die diesjährige „Grüne Ausgabe“ einen Blick auf Menschen, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben: Einige widmen sich der Aufgabe in ihrer Freizeit, andere haben daraus sogar ihren Beruf gemacht. Wieder andere beschäftigen sich mit Fragen des Alltags, etwa welchen Fisch man noch essen sollte oder ob es tatsächlich eine gute Idee ist, Gegenstände, die man nicht mehr braucht, einfach vor die Haustür zu stellen.

www.bahn.de  /  www.territory.de

ots/gw

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