„Die neue Bundesregierung sollte mehr Demografie wagen!“ so Uwe-Matthias Müller, „Bundesverband Initiative 50Plus“

24 Okt
2017

Renate Zott, Botschafterin und Kreis-Geschäftsführerin Frankfurt am Main – und Uwe-Matthias Müller, Geschäftsführender Vorstand „Bundesverband Initiative 50Plus“  • Bild: Initiative 50plus

Berlin Der „Bundesverband Initiative 50Plus“ fordert von den Parteien, bei der Bildung einer neuen Bundesregierung die Herausforderungen und die Chancen des demografischen Wandels stärker zu berücksichtigen und ein Ministerium für Demografie zu schaffen.

„Wir brauchen in Deutschland eine zentrale ministerielle Verantwortung für die Demografie. Der demografische Wandel ist für unsere Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten bestimmend und braucht daher auch ein eigenes Ministerium in der Bundesregierung,“ betont Dieter Hapel, Leiter des Hauptstadt-Büros des ‚Bundesverbandes Initiative 50Plus‘. Gleichzeitig fordert der Bundesverband die Aufstellung einer Demografie-Bilanz. Die Kosten des demografischen Wandels sollen dann über einen noch zu bildenden Sonder-Fonds finanziert werden.

„Wenn es so kommt, wie von Forschungs-Instituten – wie Prognos – angenommen, dass 2030 allein 3 Millionen Fachkräfte fehlen werden, fallen diese 3 Mio Gutverdiener als Beitragszahler in die Sozialsysteme aus. Gleichzeitig gehen aber 2030 mehr als 1 Mio Babyboomer neu in Rente. Damit ist der Generationenvertrag zur Finanzierung der Rente geplatzt.

Schon heute werden 98 Mrd Euro im Bundeshaushalt eingeplant, die für eine steuerfinanzierte Rente bereitgestellt werden. Rente, Gesundheitskosten, Pflegeaufwendungen, barrierefreies Wohnen, Nahversorgung, kurz, die im Artikel 72 des Grundgesetzes  vorgeschriebene Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in allen deutschen Landschaften, kostet viel Geld.

„Es muss einen staatlichen Sonder-Fonds geben, der solidarisch für die Kosten des demografischen Wandels vorsorgt.“ so Uwe-Matthias Müller, Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus: „Eine zentrale Bundesbehörde auf Minister-Ebene gibt den Fragen des demografischen Wandels Gewicht. Die neue Bundesregierung sollte mehr Demografie wagen!“  –  Bundesverband Initiative 50Plus e.V.

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