John Lennon: Unruhestifter, Visionär und viel mehr als ein Beatle

9 Okt
2010

Die Welt schrieb: ”Vor 70 Jahren wurde er geboren, vor 30 Jahren erschossen. John Lennon ist längst zur Ikone der Musik geworden. Mit den Lennon-McCartney-Beatles-Klassikern und seinen Solo-Erfolgen „Imagine“ und „Give Peace A Chance“ prägt er seit Jahrzehnten Generationen neuer Popmusiker”.

John Lennon, geboren am 9. Oktober 1940 in Liverpool und ermordet am 8. Dezember 1980 in New York. Der Flughafen seiner Geburtsstadt trägt heute seinen Namen, von den Lennon-McCartney-Beatles-Klassikern bis zu seinen Solo-Erfolgen “Imagine“ und “Give Peace A Chance“ ist seine Musik unvergessen.

Anlässlich seines heutigen 70. Geburtstags und 30. Todestags am 8. Dezember kommen die acht Solo-Alben von John Lennon digital überarbeitet neu in den Handel. Der auf den Originalbändern basierende Sound ist makellos: gut über das gesamte Frequenzspektrum ausbalanciert, voller und deutlich weniger höhenlastig als die bisher erhältlichen CD-Ausgaben der Lennon-Solowerke.

Plastic Ono Band (1970) Lennons Solo-Debüt ist ein minimalistisches, wütendes und persönliches Werk, das mit „God“ und „Working Class Hero“ zwei absolute Großtaten zu bieten hat. Vielleicht sein bestes Album.

Imagine (1971) Noch nie klang der epochale Titelsong so schön und bewegend wie in der technisch aufgemotzten Variante. Der Rest ist mainstreamiger und glatter als die Songs des Debüts. Trotzdem ein sehr gutes Album.

Some Time In New York City (1972) Ein politisches Statement. Gegen die Regierung („John Sinclair“), Chauvinismus („Woman Is The Nigger Of The World“) und den Krieg („Sunday Bloody Sunday“). Aufrüttelnd.

Mind Games (1973) Lange Zeit unterschätztes Album, das mit introspektiven, ruhigen und detailreichen Songs zu punkten vermag. Anspieltipps: der wunderschöne Titelsong und „Out Of The Blue“.

Walls And Bridges (1974) Lennons fünftes Album ging bis auf Platz eins der US-Charts. Intime und emotionelle Texte werden von einschmeichelnden Arrangements kontrastiert. Gelungen: „Old Dirt Road“, „#9Dream“.

Rock’n’Roll (1975) Das musikalische Resultat von Lennons „Lost Weekend“, eines 15-monatigen Besäufnisses. Der 35-Jährige spielt mit Zechkumpanen Rock’n’Roll-Hadern nach. Ein höchst amüsanter Spaß.

Double Fantasy (1980) Lennons Gemeinschaftsalbum mit Yoko Ono liegt jetzt neu abgemischt als „Stripped Down“-Version ohne Streicher und Backgroundgesang vor. Ambitioniert, aber nur mittelprächtige Songs.

OÖN/Welt/wk

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