„Ich will die Welt noch verändern … “ – so Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen!

24 Jul
2017

Frankfurt am Main – Im Gespräch mit den Journalisten der Frankfurter Allgemein Zeitung (F.A.Z.) Werner D’Inka*) und Peter Lückemeier*) gab der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier tiefe Einblicke in sein Leben und seinen Werdegang:

Warum er die Menschen versteht.  –  Was er vom postfaktischen Zeitalter hält.  –  Wann er eisern schweigen muss.  – Wie er seinen schweren Unfall überlebte  –  Wie er Donald Trump findet. …

… und stand für eine ganze Reihe von Gesprächen zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen sowohl mit hessen- als auch bundes- und europaweiter Relevanz zur Verfügung:

„Ich will die Welt noch verändern. Wenn das nicht so wäre, würde ich die Konsequenzen ziehen. Denn wenn man jeden Tag fünfzehn, sechzehn, siebzehn Stunden arbeitet und es macht keinen Spaß – dann muss man schon masochistisch veranlagt sein. Nein, meine Arbeit ist noch nicht erledigt. Aber auch die Gesundheit ist nicht selbstverständlich. Bisher ist es mit immer gelungen, die Folgen meines Unfalls einigermaßen im Griff zu haben. Ich hoffe, dass es weiter gelingt,“ betont Volker Bouffier.

Frage der Journalisten: Sie erwähnten, dass Sie im Sport immer einer der Jüngsten gewesen waren. Sie waren auch mal der jüngste Abgeordnete und wurden auch sehr früh schon Notar.“  –  „Ich glaube, mit 32,“ so Volker Bouffier.

… gibt das ein besonderes Lebensgefühl? Entsteht in einem die Gewissheit, alles in den Griff zu kriegen?

„Na ja, ich bin schon selbstbewusst, aber nicht überheblich. Das Leben hat mich sehr gut behandelt, vorneweg der liebe Gott. Ohne diesen Schutz wäre es mit mir schon lange zu Ende gewesen. Das habe ich auch nicht vergessen. Das führt zu Dankbarkeit, auch zu Demut. Ich hatte das große Glück, in einem wunderbaren Elternhaus aufzuwachsen, eine Schwester und über drei Generationen eine Großfamilie zu haben, die mich getragen, sicherlich manchmal auch ertragen hat. Ich hatte Glück, dass ich immer Menschen gefunden habe, die es gut mit mir meinen. Übrigens, o Wunder, auch in der Politik!“ …

„Aber damit Sie mich nicht für hochnäsig halten: Leistung und Ehrgeiz reichen nicht. Man braucht auch Menschen, die es gut mit einem meinen. Leute, die auch zu einem stehen, wenn der Wind von vorn bläst. In dieser Hinsicht habe ich viel Anlass zu Dankbarkeit … ob ich ein weiteres Mal antrete, eine Frage, die sehr ernsthaft bedacht sein will. Geht das mit der Familie? Bisher ist es gegangen, aber ich möchte im dreißigsten Jahr meiner Ehe keinen Warnschuss bekommen. Mir ist die Familie sehr wichtig. … Meine Entscheidung geht derzeit in eine bestimmte Richtung, aber sie muss bedacht werden. Mit der Familie, Freunden und politischen Weggefährten.“ 

*)  Werner D’Inka (seit 1980 für die F.A.Z. tätig, seit 2005 Mitglied des Herausgebergremiums) *)  Peter Lückemeier (26 Jahre lang einer der beiden Lokalchefs der F.A.Z. – auch hat er die ‚Herzblatt-Geschichten‘ erfunden und 16 Jahre verfasst)

Werner D’Inka / Peter Lückemeier:  „Ich will jeden Tag die Welt ein bisschen besser machen – Volker Bouffier im Gespräch“, 1. Auflage, Hardcover, 144 Seiten, ISBN: 978-3-95542-259-2, Preis: 16,80 Euro, Societäts Verlag, Frankfurt am Main  –  www.societaetsverlag.de

gw

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