Paulo Coelho: „Wichtig ist, dass uns bewusst ist, dass wir kämpfen müssen … und dass wir auf der Welt sind, um unsere Bestimmung zu erfüllen.“

15 Apr
2017

Paolo Coelho, Positi-Magazin, positive Nachrichten

Paulo Coelho • Bild: By Paul Macleod [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

HamburgPaulo Coelho ist einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Trotz seines beruflichen Erfolgs ist die spirituelle Suche des 69-Jährigen noch nicht beendet: Coelho hört auf seine innere Stimme, führt ein reflektiertes und bewusstes Leben. Dadurch erlangt er immer wieder neue Erkenntnisse, die er gern mit seinen Lesern teilt.

Paulo Coelho berichtet – mit einer Lektion zur inneren Einstellung – in der aktuellen ‚Happinez‚ (das erste Mindstyle-Magazin für anspruchsvolle Frauen) von seinen Erlebnissen in Vitória, der Hauptstadt des Baskenlandes, in der er einen Vortrag in der Kathedrale Santa Maria hielt – er betont: „Ich darf nicht vergessen, dass ich mich jeden Tag wieder neu erschaffen muss!“ 

Um Geld für die Restauration der jahrhundertealten Kathedrale zu sammeln, hatten die Bewohner von Vitória einige Schriftsteller eingeladen, dort einen Vortrag zu halten. Paulo Coelho war einer davon. Aufmerksam hörte er zu, als eine junge Frau ihm mit einem besonderen Glanz in den Augen die Geschichte der Kathedrale erzählt: „Anfangs sei da nur die Stadtmauer gewesen. Anschließend wurde ein Teil der Mauer zum Bau einer Kapelle benutzt. Im Laufe der Jahrzehnte sei die Kapelle zu einer Kirche erweitert.“ Irgendwann tauchten Probleme in der Bausubstanz der Kirche auf: „Sie wurde immer wieder umgebaut – jede Generation glaubte, die Probleme gelöst zu haben. Und die Kathedrale widerstand alledem.“

Als Paulo Coelho im Mittelschiff der Kathedrale stand, wurde ihm etwas über sein eigenes Leben bewusst: „Ich selbst bin die Kathedrale, sie ist wie wir. Wir wachsen heran, ändern unsere Form, haben mit Schwächen zu tun, die behoben werden müssen und für die wir nicht immer die beste Lösung wählen.“

Aufgrund unseres ständigen Veränderungsprozesses hält er es nicht für sinnvoll, Fehler aus der Vergangenheit zu kritisieren: „Ich denke, es ist ungerecht, denn schließlich geben wir alle immer unser Bestes. Gibt es eine Gewissheit dafür, dass die heutige Lösung die beste ist? Wohl kaum. Wichtig ist, dass uns immer bewusst ist, dass wir kämpfen müssen, um aufrecht stehen bleiben zu können, und dass wir auf der Welt sind, um unsere Bestimmung zu erfüllen.“

Als der beliebte Schriftsteller die Kathedrale Santa Maria anschaute und sich innerlich für seinen bevorstehenden Vortrag sammelte, begriff er, warum er herkommen musste: „Damit ich nicht vergesse, dass ich mich jeden Tag wieder neu erschaffen muss.“

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ots/gw

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