Wolken haben unsere Fantasie schon immer beflügelt … heute ist „Welttag der Meteorologie“ … Im Fokus: „Wolken verstehen“!

23 Mrz
2017

Bild: DWD

Offenbach am Main – Wie in jedem Jahr steht der 23. März, der Welttag der Meteorologie, unter einem besonderen Thema, vorgegeben von der Internationalen Organisation für Meteorologie in Genf (WMO). Diesmal geht es um ‚Wolken und ihre Bedeutung für Wetter und Klima‘.

Wolken haben schon die Fantasie unserer Vorfahren beflügelt. Schließlich verhießen sie meist Regen und gute Ernten, manchmal aber auch Unwetter, Überschwemmungen und Leid.

Die Wolken, die das von den Meeren verdunstete Wasser weit über die Kontinente transportieren und dort abregnen, sind Teil des globalen Wasserkreislaufs. Ohne diesen Wasserkreislauf gäbe es vermutlich kein Leben an Land und der blaue Planet Erde sähe von außen betrachtet ganz anders aus. Wolken bestehen aus winzigen Wasser- und/oder Eisteilchen, die durch Aufwinde in der Luft schweben und gewöhnlich die Erdoberfläche nicht berühren. In einer Wolke können auch noch kleinere Mengen an Salz, Sand, Staub, Pollen oder auch kleine Partikel bzw. Verunreinigungen enthalten sein, wie sie in Rauch und Abgasen vorkommen.

Wolken inspirieren durch ihren Formenreichtum und Wandelbarkeit seit Jahrhunderten Maler, Dichter und Musiker

Das Aussehen der Wolken ist abhängig von der Art, Größe und  räumlichen Verteilung der Wolkenelemente. Dazu trägt aber auch deren Gestalt und Lichtdurchlässigkeit bei, sowie die Anordnung der Wolkenteile, die Helligkeit und Farbe des auf die Wolke fallenden Lichtes und nicht zuletzt die Position des Betrachters und der Lichtquelle zur Wolke. Meteorologen haben jede Wolkenform anhand ihres Erscheinungsbildes klassifiziert. So unterscheidet man zehn Wolkengattungen, 9 Wolkenunterarten, 9 Begleitwolken bzw. Sonderformen und damit eine Vielzahl von Himmelsbildern, die dem Experten Hinweise über den Zustand der Atmosphäre und das Wetter der nächsten Stunden geben.

Grundlagenforschung auch zukünftig notwendig

Nach wie vor sind Wolken und deren Entstehung, wie auch der gesamte Niederschlagsprozess, Objekt wissenschaftlicher Forschung. So formulierten Wissenschaftler erst vor wenigen Monaten neue Erkenntnisse über die Änderung der vertikalen Bewegung von Luftmassen an Sommertagen. Das führte in der Folge zu Änderungen in ICON, dem Vorhersage-Modell des Deutschen Wetterdienstes (DWD), und damit zu einer spürbaren Verbesserung der Niederschlagsvorhersage in Deutschland. Der DWD vertritt die Bundesrepublik Deutschland als Mitglied in der WMO, die zugleich auch Unterorganisation der UN ist. 

Weitere Informationen zum Tag der Meterologie unter:  https://public.wmo.int/en/WorldMetDay2017

www.dwd.de

dwd/gw

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