„Ein Mensch kann nahezu alles erreichen, für das er grenzenlose Begeisterung aufbringt“ …

21 Feb
2017

Charles Michael Schwab  –  Bild: See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

… wusste schon Charles Michael Schwab, US-amerikanischer Industrieller und Stahlmagnat (*18.02.1862 in Williamsburg, Pennsylvania / †18.10.1939 in London.

Charles M. Schwab entstammte einer deutschstämmigen römisch-katholischen Familie aus Williamsburg (Pennsylvania), wuchs aber in Loretto (Pennsylvania) auf, das er zeitlebens als Heimatstadt ansah. Er besuchte das Saint Francis College, verließ es aber nach zwei Jahren, um sich in Pittsburgh eine Arbeitsstelle zu suchen.

In den ‚Andrew Carnegies Stahlwerken‘ begann er und stieg auf, bis er 1897 im Alter von 35 Jahren Präsident der ‚Carnegie Steel Company‘ wurde. 1901 führte er die geheimen Verhandlungen zur Übernahme von Carnegie Steel – eine Gruppe New Yorker Finanzleuten, die von J.P. Morgan beeinflusst wurden. Nach der Übernahme wurde Schwab der erste Präsident der US Steel Corporation, die aus den früheren Besitztümern Carnegies gebildet wurde.

Nach Schwabs Ansichten war U.S. Steel zu schwerfällig und zu ineffizient. Nachdem er mehrfach mit J.P. Morgan und Elbert Gary aneinandergeraten war, trat er 1903 von seinem Posten zurück und wechselte zur Bethlehem Steel Company, die unter seiner Leitung zum größten unabhängigen Stahlerzeuger wurde. Ein Teil des Erfolges von Bethlehem Steel war in der Entwicklung eines Vorläufers des I-Profils begründet. 1908 ging dieses Produkt in Serie. Es revolutionierte den Stahlbau und ermöglichte das Zeitalter der Wolkenkratzer:

„Ich habe die ganze Sache durchdacht, und wenn wir pleitegehen, dann werden wir in großem Stil pleitegehen.“ Der Erfolg dieses gewagten Schrittes gab Schwab recht, und das Unternehmen entwickelte sich zum zweitgrößten Stahlproduzenten der Welt … er galt als risikofreudig, war aber auch umstritten. 

Charles M. Schwab führte ein Leben auf der Überholspur, das durch prächtige Partys, das Spielen um hohe Geldsummen und eine Reihe von Liebschaften, aus denen zumindest ein uneheliches Kind hervorging, gekennzeichnet war. Er wurde endgültig eine international bekannte Berühmtheit, als er im Januar 1901 die Bank des Spielkasinos von Monte Carlo sprengte. Seine Reisen unternahm er in einem eigenen Eisenbahnwaggon, den er „Loretto“ taufte und dessen Ausstattung damals rund 100.000 US-Dollar kostete. Der Waggon befindet sich heute in einem Eisenbahnmuseum in Altoona, Pennsylvania.

Noch vor der Weltwirtschaftskrise hatte Schwab einen Großteil seines Vermögens ausgegeben, das auf 25–40 Millionen US-Dollar geschätzt wurde. (Nach der heutigen Kaufkraft entspricht dies zwischen 275 und 440 Millionen US-Dollar.) Seine Affären und das uneheliche Kind belasteten seine Beziehung zu seiner Ehefrau. Der Schwarze Freitag von 1929 vervollständigte, was die Jahre der Völlerei begonnen hatten. Den Rest seines Lebens verbrachte er in einem kleinen Apartment. …

Zum Zeitpunkt seines Todes 1939 war sein Anteil an Bethlehem Steel praktisch wertlos, weil das Unternehmen bankrott war, und Schwab hatte mehr als 300.000 US-Dollar Schulden. Einige Jahre später wurde Bethlehem Steel mit Aufträgen für Kriegsmaterial überhäuft und erneut rentabel.  –  (Wikipedia)

gw

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