„Am meisten Energie vergeudet der Mensch mit der Lösung von Problemen, die niemals auftreten werden!“

28 Jan
2017

William Somerset Maugham – Bild: By Bain News Service (Library of Congress) [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

… wusste schon William Somerset Maugham, englischer Erzähler und Dramatiker (*25. Januar 1874 in Paris, †16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza). Er zählt zu den meistgelesenen englischsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Mit seinem 1897 veröffentlichten Erstlingswerk „Liza of Lambeth“ errang William Somerset Maugham frühen literarischen Erfolg – und löste einen Skandal aus. In dem Roman verarbeitete er Erfahrungen, die er als angehender Arzt in den Armenvierteln Londons gemacht hatte. Das Bürgertum sah es als unpassend an, die Welt der Arbeiter derart naturalistisch darzustellen.

Auf das Buch folgten Jahre der Selbstbestimmung als Autor. Zuerst arbeitete er als Dramatiker und schrieb Theaterstücke wie ‚The Circle‘, ‚Our Betters‘ und ‚The Constant Wife‘. Im frühen 20. Jahrhundert wurden gleichzeitig vier Theaterstücke von ihm in London aufgeführt. Seine Produktivität war erstaunlich: In der Regel brauchte er nur eine Woche zum Schreiben – und eine weitere Woche, das Stück zu redigieren. Später widmete er sich der Prosa und verfasste zahlreiche Romane und Kurzgeschichten.

Als Maughams bedeutendste Arbeit wird meist der Roman „Der Menschen Hörigkeit“ (Original: Of Human Bondage) angesehen, eine autobiographische Geschichte, deren Held, Philip Carey, wie Maugham als Waise bei seinem frömmlerischen Onkel aufwächst und durch einen Klumpfuß (Maugham selbst stotterte) gehandicapt ist.

Seine Karriere plante er sorgfältig und nüchtern. 1933 gab er es auf, Theaterstücke zu schreiben, denn er glaubte, mit 50 Jahren wäre er schon zu alt, mit den stetig wechselnden Trends der Theaterwelt Schritt zu halten. 1947 stiftete er den Somerset Maugham Award, einen Literaturpreis, den bis heute der beste Autor unter 35 für ein belletristisches Werk erhält, das er im vergangenen Jahr veröffentlicht hat. Seinen letzten Roman („Catalina“) verfasste er 1948; elf Jahre später hörte er mit dem Schreiben vollkommen auf.

Seine Bücher waren extrem erfolgreich; man schätzt, dass Maugham schon vor seinem Tod mehr als 10 Millionen Exemplare verkauft hatte. Trotzdem gelang ihm nicht, wonach er strebte: Als ein brillanter Autor zu gelten. Für ihn stand Joseph Conrad an der Spitze, und dieses Niveau hat Maugham, zumindest nach eigenem Bekunden, nicht erreichen können. Er sah sich als „in the very first row of second class writers“ („in der vordersten Reihe zweitklassiger Schriftsteller“), eine Selbsteinschätzung, die vielleicht auch seiner skeptischen Grundhaltung zuzuschreiben ist. Doch er hatte einen untrüglichen Instinkt für Geschichten und dafür, wie man sie zu erzählen hat. Hiervon legen besonders seine zahlreichen Kurzgeschichten beredtes Zeugnis ab.  –  (Wikipedia)

gw

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