Vom Schulabbrecher zum Gasturbinenmechaniker: Guido Frese gab ‚irgendwann‘ Gas!

12 Jan
2017

Guido Freese • Bild: sdw

BerlinGuido Frese schildert seinen Werdegang: „Als ich vor ein paar Jahren die Schule abgebrochen habe, hat niemand mehr an mich geglaubt. Dann kam ich zur Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Da habe ich viel über mich und meine Stärken gelernt. Das war ein richtiger Wachrüttler für mich!“

Der heute 22-Jährige wurde als 16-Jähriger von vielen in seinem Umfeld bereits abgeschrieben. In einem Förderprogramm der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) erhielt er seine persönliche große Chance. Heute ist er Gasturbinenmechaniker bei Siemens in Berlin.

Damals, als ein Schulabschluss an der Ellen-Key-Schule in Berlin-Friedrichshain in weiter Ferne lag, schlug ihn sein Klassenlehrer für die Teilnahme an einem Projekt der ’sdw‘ vor. Es richtete sich an Jugendliche, deren Schulabschluss und Einstieg in eine Berufsausbildung akut gefährdet war.

Zwei Säulen kennzeichneten die Förderung: Zum einen wurden die Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Persönlichkeit gefestigt. Zum anderen gewannen sie viele Praxiseinblicke in die Arbeitswelt und lernten in Betrieben konkrete Berufsfelder kennen. Auch bei Bewerbungen wurden sie individuell unterstützt.

Das alles fand zusätzlich zum Schulunterricht statt. Guido Frese hat sich aber aufgerafft – vor allem, weil er das Gefühl von Wertschätzung hatte. „Die Leute von der Stiftung waren für mich da und haben mich echt unterstützt“, blickt er zurück. Er bekam richtig Lust, etwas zu leisten. Nachdem er sich durchgebissen und die Berufsbildungsreife erreicht hatte, ließ die zweite große positive Erfahrung nicht lange auf sich warten: Er wurde bei Siemens in Berlin für eine anspruchsvolle Ausbildung zum Gasturbinenmechaniker angenommen. Gasturbinen spielen eine wichtige Rolle in der Energieerzeugung, Guido ist also in einem zukunftsträchtigen Industriefeld gelandet.

Mittlerweile hat der in Berlin-Kreuzberg aufgewachsene die Lehre abgeschlossen und wurde vom Konzern als Facharbeiter übernommen: „Ich kann im Betrieb jetzt jeden Tag zeigen, was ich drauf habe. Darauf bin ich einfach nur stolz.“ Guido ist das Selbstwertgefühl deutlich anzumerken.

Guido Freses persönlicher Werdegang ist eine beispielhafte Erfolgsgeschichte für den ‚Chancen-Euro‘ und wird in einem Film hierzu nachgezeichnet: http://bit.ly/Chancen-Euro-Film-YouTube. Der ‚Chancen-Euro‘ ist eine neue Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaft für mehr Bildungschancen für junge Menschen, an der sich Unternehmen mit einem Euro pro Mitarbeiter pro Jahr beteiligen können. Weitere Informationen und persönliche Erfolgsgeschichten von Programmteilnehmer/-innen der ’sdw‘ gibt es unter https://www.sdw.org/chancen-euro/erfolgsgeschichten.

Über die Stiftung der Deutschen Wirtschaft: Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) fördert seit über 20 Jahren junge Talente in Schule, Ausbildung und Studium. Sie richtet sich an Grundschulkinder in sozialen Brennpunkten, Schülerinnen und Schüler des Hauptschulzweiges auf dem Weg in die Berufsausbildung, Bildungsaufsteiger, Lehrertalente, junge Gründerinnen und Gründer, MINT-Talente und leistungsstarke Studierende mit Gemeinsinn und Unternehmergeist. Ziel der ’sdw‘ ist es, die Persönlichkeit junger Menschen zu stärken, ihre Potenziale zu entwickeln und sie unabhängig von ihrer sozialen Herkunft dazu zu befähigen, das Beste aus sich herauszuholen.

Gegründet wurde die Stiftung auf Initiative der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) unter dem damaligen Arbeitgeberpräsidenten und Unternehmer Klaus Murmann. Vorstandsvorsitzender ist der Unternehmer und Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer.

ots/wk

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