Fahrrad fahren wird immer beliebter … Rückenwind für den eBike-Markt … Steigende Verkaufszahlen, optimistische Prognosen

4 Dez
2016
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Bild: obs/Bosch eBike Systems

Stuttgart/Reutlingen Wer radelt, ist schnell und flexibel unterwegs, schont dabei Geldbeutel und Umwelt. Rund 2,4 Fahrräder kommen hierzulande auf jeden Haushalt, 82 Prozent der Deutschen geben an, diese aktiv zu nutzen.

Die Einsatzzwecke sind vielfältig und das Angebot wächst: Auch bei eBikes, dem aktuellen „Motor“ der Fahrradbranche – jeder Zweite interessiert sich für ein Rad mit Elektromotor und beim Fahrradkauf würde sich jeder Dritte direkt für ein ‚Pedelec‘ entscheiden.

Für Bosch eBike Systems, Marktführer bei eBike-Antriebssystemen im Premiumsegment, steht fest: eBikes werden in einigen Jahren einen Verkaufsanteil von mehr als 30 Prozent bei Fahrrädern aufweisen.

„eBikes entwickeln sich zunehmend zu einem festen Bestandteil im Mobilitäts-Mix. In Europa wurden 2015 rund 1,7 Millionen eBikes verkauft, für 2016 gehen wir von etwa 2 Millionen aus. Auf lange Sicht wird jedes dritte neu verkaufte Fahrrad in Mitteleuropa ein eBike sein. In einigen Ländern – etwa in Belgien oder auch in den Niederlanden – haben wir das bereits erreicht oder stehen kurz davor“, sagt Claus Fleischer, Leiter Produktbereich Bosch eBike Systems.

Aktuelle Trends: Sportlich und qualitativ hochwertig

eBikes sind schick, hochwertig und gehören inzwischen zum Lifestyle. Dafür investieren die Käufer. Der durchschnittliche Verkaufspreis für ein eBike im Jahr 2016 liegt laut einer Studie von e-bike-finder.com bei 3.287 Euro. Das sind 250 Euro mehr als im Vorjahr und eine Steigerung von acht Prozent. Bei City-Modellen werden im Schnitt 3.050 Euro ausgegeben, bei eMountainbikes, die vor allem in Sport und Freizeit genutzt werden, durchschnittlich 3.897 Euro. „Derzeit finden vor allem sportive Anwendungen Anklang … Auch die Nachfrage bei den Akkus bestätigt die Tendenz“, so Fleischer.

Gleichzeitig etabliert sich das eBike in der Stadt als ideales Fortbewegungsmittel – jede zweite Fahrt mit dem Pkw ist kürzer als 5 Kilometer. Auf diesen Distanzen ist das ‚Pedelec‘ im Stadtverkehr das schnellste Verkehrsmittel und besitzt verkehrspolitisch das größte Potenzial.

Das Angebot wächst, Modelle werden diverser, Mittelmotoren dominieren

Die Studie von e-bike-finder.com berücksichtigt 2.556 verschiedene eBike-Modelle von insgesamt 80 Herstellern. Davon entfallen 94 Prozent auf die Kategorie ‚Pedelec‘ mit Motorunterstützung von bis zu 25 km/h. Der Trend geht dabei klar zum Mittelmotor: Bei 87 Prozent aller angebotenen eBikes 2016 sitzt die Drive Unit mittig im Rahmen. „Bosch hat sich von Beginn an für den Mittelmotor entschieden. Denn er hat entscheidende Vorteile: Mit seiner tiefen, mittigen Positionierung hat das eBike einen niedrigen Schwerpunkt und eine gute Lastenverteilung. Das verbessert die Kontrolle und erhöht die Sicherheit. Zudem benötigen Mittelmotoren dank besserem Wirkungsgrad weniger Energie“, erklärt Fleischer.

Auch die eBike-Kategorien werden diverser, dies geht aus der e-bike-finder-Studie hervor. In den letzten beiden Jahren starteten vor allem die eMountain-bikes durch (aktueller Marktanteil: 19 Prozent). Die Hauptanteile liegen allerdings nach wie vor bei City-/Urban Bikes (38 Prozent), dicht gefolgt von Touren-/Trekkingrädern (36 Prozent). Auch Hersteller von Falt-/Kompakträdern sowie von Lastenrädern bieten interessante Lösungen, wenngleich die Marktanteile noch gering sind (zwei bzw. ein Prozent).

eBikes als vollwertige Verkehrsmittel

Die Vielseitigkeit des eBikes und die unterschiedlichen Verwendungszwecke macht eine Studie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit deutlich: Demnach nutzen 20 Prozent der Teilnehmer ihr eBike ausschließlich in der Freizeit und auf Reisen. Für 80 Prozent hingegen ist das ‚Pedelec‘ ein fester Bestandteil des Alltags, wird zum Pendeln und für tägliche Besorgungen und Fahrten eingesetzt … es ist somit für viele Menschen eine echte Alternative zu Pkw und öffentlichem Nahverkehr. Teilweise ersetzen ließe sich das Auto für 50 Prozent, im Stadtverkehr weitestgehend für 28 Prozent. Dies sind deutliche Signale für eine nachhaltige Mobilität und eine glänzende Perspektive für die Fahrradbranche.  –  Mehr Informationen unter: www.bosch-ebike.de

ots/wk

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