„Lieber NICHT arm dran!“ … Ist unsere Rente wirklich sicher? Reicht sie aus, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten?

1 Nov
2016
altersarmut-bekaempfen-der-sovd-legt-vorschlaege-vor-einladung-zur-pressekonferenz-akkreditierung-er

Bild: Sozialverband Deutschland SoVD

Wir schieben den Gedanken, wie unser Leben später im Alter aussehen sollte, nur zu lange vor uns her. Das sollten wir nicht tun!

Es ist traurig, aber wahr: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist in Deutschland  jeder Siebte der über 65-Jährigen von Altersarmut betroffen … und immer mehr Rentner sind auf Unterstützung durch den Staat angewiesen. Als arm wird derjenige eingestuft, dem als Single weniger als 917,– Euro im Monat zur Verfügung stehen.

Für Millionen Menschen in Deutschland wird Altersarmut ohne Reformen zur wachsenden Gefahr. Davor warnt der Sozialverband Deutschland (SoVD) und fordert die Bundesregierung auf, ihrer Ankündigung im Koalitionsvertrag Taten folgen zu lassen.

Im November will Sozialministerin Andrea Nahles ein Konzept für die Rente vorlegen, in dem auch eine „Haltelinie“ für’s sinkende Rentenniveau definiert sein soll … das kündigte sie kürzlich an ?!?

Für Altersarmut gibt es Lösungen …

… die bei den Ursachen ansetzen und das Rentensystem respektieren. Wie das geht, erklärt der SoVD und stellt ein Konzept „Bekämpfung von Altersarmut“ vor. Außerdem richtet sich der über 560.000 Mitglieder starke Sozialverband mit einer bundesweiten Rentenkampagne „Lieber NICHT arm dran!“ an die Politik, um damit die Interessen heutiger und künftiger Rentnergenerationen zu vertreten.

SoVD-Präsident Adolf Bauer betonte kürzlich in Berlin bei der Vorstellung des Positionspapiers „Bekämpfung von Altersarmut“: Die Altersarmut in Deutschland steigt. Wir registrieren diesen Trend mit großer Sorge und setzen uns mit voller Kraft dafür ein, über das Problem aufzuklären und auf Lösungen hinzuwirken. Deshalb haben wir die bundesweite Rentenkampagne ‚Lieber NICHT arm dran‘ gestartet!“

Drei Grundforderungen schlägt der Sozialverband SoVD zur Bekämpfung von Altersarmut vor:

1.  Ausbau von Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung in der Erwerbsphase – zum Beispiel durch eine Einschränkung prekärer Beschäftigungsformen wie Minijob und Leiharbeit.

2.  Ergänzende Regelungen im Rentenrecht, um der Gefahr von Altersarmut für Rentnerinnen und Rentner sowie für rentennahe Jahrgänge zu begegnen. So könnten in der Vergangenheit zurückgelegte Zeiten der Niedriglohnbeschäftigung und der Langzeitarbeitslosigkeit aufgewertet werden.

3.  Unbedingt sollten Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentnerinnen und -rentner erfolgen, denn für sie ist das Risiko von Altersarmut besonders hoch, obwohl die Rente aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht freiwillig in Anspruch genommen wird. Der SoVD hält es daher für erforderlich, die systemwidrigen Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten abzuschaffen.

Informationen zu: „Bekämpfung von Altersarmut – Vorschläge und Forderungen des SoVD“  unter:  https://www.sovd.de/fileadmin/downloa…

gw

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben