„Asklepios Kliniken“ und „Hamburger Abendblatt“ zeichnen drei Lebensretter für vorbildlichen Einsatz aus!

29 Sep
2016

asklepios-logo-jpgHamburg – Die drei Hamburger Preisträger stehen beispielhaft für medizinische Laien, die im richtigen Moment die richtige Entscheidung getroffen haben und mit einer Herzdruckmassage ein Menschenleben gerettet haben.

Der Asklepios Lebensretterpreis wird seit 2015 jährlich vergeben – in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit dem „Hamburger Abendblatt“. Nach einem Aufruf der Zeitung meldeten sich eine Vielzahl von Kandidaten, von denen nach einer Vorauswahl durch eine Jury die besten Vorschläge ermittelt wurden. Die drei Sieger wurden dann während eines Festaktes mit 120 Gästen durch den Medizinischen Direktor der Asklepios Kliniken, die Chefredaktion des Abendblattes und eine Vertreterin der Gesundheitsbehörde prämiert. Sie dürfen sich jeweils einen Herzenswunsch im Wert von 1.000,– Euro erfüllen.

„Ziel dieser Preisverleihung ist es, noch mehr Menschen zu ermutigen, im Notfall mit einer Herzdruckmassage zu helfen, nach dem Motto: ‚Prüfen, Rufen, Drücken‘. Die einfache Botschaft lautet: Man kann nichts falsch machen!“, sagte Prof. Christoph U. Herborn, Medizinischer Direktor der Asklepios Kliniken, bei der Übergabe der Lebensretter-Medaille an Uwe Heldewig, einen der Preisträger. Der 71-jährige hatte einen zusammengebrochenen Mitspieler bei einem Hockeyspiel im vergangenen November per Herzdruckmassage und mit dem Einsatz eines Defibrillators so lange am Leben erhalten, bis der Notarzt eintraf.

Der zweite Preisträger ist Jörg Hattermann (48), der während seines Sommerurlaubs in Dänemark von seinem Segelboot aus einen Mann leblos im Wasser treiben sah und ihn dann an Land zog und per Herzdruckmassage und Beatmung am Leben hielt, bis nach zwanzig Minuten der Notarzt eintraf. Der dritte Asklepios-Lebensretterpreis 2016 ging an Isabell-Stephanie Spitzer (25), die im Frühjahr bei einem Einkaufsbummel in einem Hamburger Shopping-Center einer Frau zuhilfe eilte, die vor ihr an der Warteschlange einer Kasse kollabiert war. Mit einer Herzdruckmassage und einer Mund-zu-Mund-Beatmung rettete sie der Frau das Leben. Als der Rettungswagen eintraf, war sie wieder wach und ansprechbar.

Zum Hintergrund: In Deutschland gibt es nach Angaben des Deutschen Reanimationsregisters pro Jahr etwa 5.000 erfolgreiche Wiederbelebungen außerhalb von Kliniken. Einen großen Anteil daran haben Laien, die noch vor Eintreffen des Notarztes eine Herzdruckmassage durchführen. Bei insgesamt 75.000 zu reanimierenden Fällen in Deutschland ist die Zahl der Geretteten aus Sicht der Mediziner aber noch viel zu niedrig. Sie ließe sich durch häufigeres beherztes Eingreifen deutlich erhöhen, auf 10.000 oder sogar 15.000. „Noch immer wissen viele nicht, was im Notfall zu tun ist, oder sie scheuen sich, Gelerntes anzuwenden“, sagt Prof. Stefan Oppermann vom Asklepios Institut für Notfallmedizin (IfN) in Hamburg.

Der plötzliche Herztod zählt zu den drei häufigsten Todesursachen in Deutschland, 150.000 Menschen sterben jedes Jahr daran. „Schon nach drei Minuten ohne Wiederbelebungsmaßnahmen – und damit ohne eine Sauerstoffversorgung – kann es zu bleibenden Schäden im Gehirn kommen. Ohne eine Herzdruckmassage sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent pro Minute“, erläutert Prof. Oppermann: „Man sollte also nicht zögern, sondern sofort handeln. Und ganz wichtig: Jeder kann sein Wissen, etwa aus Erste-Hilfe-Kursen von der Führerscheinprüfung, wieder auffrischen. Da genügen schon 30 Minuten Training, und das geht sogar bequem zuhause, etwa mit dem aufblasbaren Übungsmodell ‚MiniAnne‘ samt Lehrfilm auf DVD, das es als Set im Handel gibt.“

Die Asklepios Klinikgruppe, die bundesweit rund 150 Einrichtungen betreibt und mit ihren 45.000 Mitarbeitern pro Jahr mehr als zwei Millionen Patienten versorgt, wird künftig auch an anderen Standorten einen Lebensretter-Preis ausloben, um vorbildliches Handeln zu belohnen.

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ots/gw

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