Berufliche Nutzung mit privatem Smartphone unbedingt steuerlich geltend machen … es lohnt sich!

8 Aug
2016
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Frankfurt am Main – Smartphone steuerlich absetzen – So geht‘s! – Bring your own device!

Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt immer mehr. Vor allem junge Startups ermutigen ihre Mitarbeiter zur Bring-your-own-device-Philosophie. Sprich, das neue iPhone darf gerne auch für berufliche Zwecke herhalten. So spart der Arbeitgeber die Anschaffung von Diensthandys und einiges an Verwaltungsaufwand. Die private Nutzung von Laptops hingegen ist zumindest hierzulande aufgrund von erhöhten Sicherheitsrisiken unüblich.

Berufliche Nutzung nachweisen

Wurde das Smartphone privat angeschafft, sollte man die berufliche Nutzung unbedingt steuerlich geltend machen. Das lohnt sich, denn das Finanzamt erkennt 50 Prozent der Kosten ohne viel Aufwand Ihrerseits an (Bundesfinanzhof, Urteil vom 19.2.2004, Aktenzeichen VI R 135/01). Sie müssen lediglich erklären, dass Sie das Gerät neben dem privaten Gebrauch auch dienstlich nutzen, ein paar Beispiele nennen und bestenfalls eine Bescheinigung des Arbeitgebers mit einreichen.

Sollten Sie mehr als 50 Prozent steuerlich geltend machen wollen, ist der Aufwand deutlich höher: Sie können – ohne Garantie, dass sich das Finanzamt darauf einlässt – das Verhältnis auf das Jahr gerechnet schätzen. Die aussichtsreichere Methode ist, über einen Zeitraum von drei Monaten eine detaillierte Auflistung von Zeit und Zweck jedes Telefonats, jeder E-Mail und sonstiger Nutzung zu erstellen, die, auf das Jahr hochgerechnet, den Anteil beruflicher und privater Verwendung bestimmt.

Nutzungsdauer und Abschreibung

Bis zu einem Anschaffungspreis von 487,90 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) kann das Smartphone innerhalb eines Jahres abgesetzt werden. Liegt der Wert darüber, muß die Abschreibung auf mehrere Jahre aufgeteilt werden. Für PCs, Tablets und Co. wird eine Nutzungsdauer von drei Jahren angenommen. Da ein hochwertiges Smartphone über ähnliche Funktionen verfügt, sollte es ebenfalls über drei Jahre abgeschrieben werden.

Zum Beispiel können bei einem Anschaffungspreis von 1.000,– Euro und einer beruflichen Nutzung von 50 Prozent für die Dauer von drei Jahren 50 Prozent von 333,– Euro – also 166,50 Euro – abgeschrieben werden.

Zur Info: Relevant für Smartphones ist die Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter (AfA-Tabelle „AV“)!

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gw

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